Montag, 24. Mai 2010

Die BayernLB beharrt auf Schadenersatz:
Land Kärnten soll für Hypo-Debakel zahlen

  • Bayern stellen Ansprüche von 3,7 Milliarden Euro
  • Von LH Haider bei Kauf der Kärntner Hypo betrogen?

Die BayernLB beharrt nach dem Debakel um den Kauf der Kärntner Hypo Group Alpe Adria (HGAA) auf der Zahlung von milliardenschweren Schadenersatz von dem österreichischen Bundesland. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" erhebt die Landesbank in einem Brief an die Kärntner Regierung erneut schwere Vorwürfe gegen das Land und bekräftigt ihre Ansprüche.

Die Landesbank soll im Auftrag der bayerischen Regierung die durch den spektakulären Fehlkauf verlorenen 3,7 Milliarden Euro zurückholen. "Wir werden den ganzen Betrag geltend machen", zitiert die Zeitung einen nicht namentlich genannten Minister der bayerischen Staatsregierung. Ein Sprecher der BayernLB wollte den Bericht am Samstag in München nicht kommentieren.

Die Bank hatte in der Vergangenheit mehrfach daraufhingewiesen, dass sie eine österreichische Anwaltskanzlei mit der Prüfung ihrer Schadenersatzansprüche beauftragt habe. In dem Brief soll die Bank laut Zeitung unter anderem dem inzwischen verstorbenen Landeshauptmann Haider vorwerfen, die BayernLB beim Kauf der HGAA betrogen zu haben. Kärntens Regierung hatte bereits in der vergangenen Woche Forderungen der Bayern zurückgewiesen und von einer "Diffamierungskampagne" gegen das Land gesprochen.

Das Blatt schreibt weiter, dass es heimliche Absprachen bei der Übernahme der HGAA zum Schaden der BayernLB gegeben haben soll, die Haider, der damalige HGAA-Aktionär und spätere Bankchef Tilo Berlin und einzelne Vorstandsmitglieder der BayernLB getroffen haben sollen. Berlin klagt mittlerweile in Österreich gegen die BayernLB und will erreichen, dass diese nicht mehr behaupten darf, beim Kauf der HGAA getäuscht worden zu sein. Eine Entscheidung steht noch aus.

(apa/red)

24.5.2010 08:37
Woppo, 04. 07. '10 22:22
Das Bärental (Haiders), Kolchosen in Rumänien(General Hypo)
sollte zur Gutmachung in Anspruch genommen werden !
Hausverstand, 26. 05. '10 10:25
Schadenersatz?!
Wie wäre es, wenn man sich zur Abwechslung mal an die wendet, die den Schaden verursacht haben. Da werden Manager mit Millionengagen bezahlt, damit sie die Sache vor dem Kauf analysieren und wenn es in die Binsen geht sollen andere dafür Geradestehen.
Wenn schon Schadenersatz gefordert wird, dann von denen, die ihn verursacht haben. Also greift doch den Managern in die Taschen, pfändet ihre Häuser, etc. aber lasst die Unschuldigen aus dem Spiel.
founder, 23. 05. '10 16:52
Das ist für jeden Bewohner Kärntens
6615.-EUR. Eine Forderung die wohl unbezahlbar ist.
BadLieutenant, 23. 05. '10 21:25
Re: Das ist für jeden Bewohner Kärntens
WENN es dazu kommen sollte, dann geht das ja nur wenn die Gegenseite beweisen kann das betrogen wurde.
In dem Fall müsste aber das Land Kärnten Regressforderungen gegen die betreffenden Personen (soweit noch am Leben, der Jörgi hätte dann Glück gehabt) geltend machen ... und das könnte erst recht lustig werden.