Pole Position für Dietrich Mateschitz: Das
milliardenschwere Imperium von Red Bull
- Konzern kämpft in mehreren Sportarten um Sieg
- FORMAT: Hohe Investitionen haben sich gerechnet

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F1: Doppelter Erfolg für Red Bull - Kubica Dritter
Wie Dietrich Mateschitz diese Woche seinen 66. Geburtstag begehen wird, bleibt sein großes Geheimnis. Kein Geheimnis ist aber, dass der Chef und Gründer des Energydrinks Red Bull genug Gründe hat zu feiern. Tatsächlich räumten seine Bullen in praktisch jeder Sportart, in der sie im Einsatz sind, alle Titel ab, die man holen kann.
Mateschitz erlebt mit 66 einen sportlichen Höhenflug nach dem anderen: Die Salzburger Kicker sicherten sich ebenso den Meistertitel wie seine Eishockey-cracks, und in der Formel 1 ist Red Bull nach dem Doppelsieg am vergangenen Wochenende in Monte Carlo klarer WM-Favorit.
Wie dem auch sei, der Milliardär Mateschitz hat seit seinem Einstieg in die Formel 1 im Jahr 2005 deutlich mehr als eine Milliarde investiert. Das entspricht ganz der Philosophie des Selfmademan: "Wenn wir uns entscheiden, bei einem Sport dabei zu sein, dann ganz oder eben gar nicht", meinte er kürzlich zum "Wall Street Journal".
Werbewert in Milliardenhöhe
Auch wenn Red Bull mit Zahlen sehr zurückhaltend umgeht, so sind Experten überzeugt davon, dass sich die hohen Investitionen in den Sport längst bezahlt gemacht haben. "Ein Formel-1-Sieg ist von unschätzbarem Wert. Der Werbewert einer Formel-1-Übertragung geht in die Milliarden", glaubt Luigi Schober von Young & Rubicam. Immerhin sitzen von China bis Alaska rund 300 Millionen Zuschauer vor den Fernsehern und sehen zwei Stunden lang rote Bullen im Kreis fahren. Schober: "Das ist ein höchst intensiver Kontakt mit der Marke. Mit klassischer Werbung ist das niemals zu erzielen." Und Mateschitz lässt auch keinen Zweifel daran, dass der Sport für ihn nur Mittel zum Zweck ist: "Alles, was wir tun, ist für den Wert und das Image unserer Marke."
Klotzen und nicht kleckern lautet das Motto von Dietrich Mateschitz auch, wenn es um seinen jüngsten Erwerb, den des deutschen Fünftligisten RB Leipzig, geht. 100 Millionen Euro will der 208-reichste Mann der Welt in den nächsten Jahren dort springen lassen. Mit einem klaren Ziel vor Augen: "Unser Leipziger Engagement soll uns in fünf bis acht Jahren in die deutsche Bundesliga führen", sagt Mateschitz. Nachsatz: "Im Normalfall erreichen wir unsere Ziele."
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