Freitag, 21. Mai 2010

Legehennen zu Tode gequält: Skandal um großen Eierproduzenten in Niederösterreich

  • VIDEO & Bilder: Milbenverseuchte Eier und Kotberge
  • Tierschutzverein "Vier Pfoten" hat Anzeige erstattet

Kotberge in den Käfigen, milbenverseuchte Eier und zu Tode gequälte Hühner: Im niederösterreichischen Betrieb des Geflügelwirtschafts-Chef Franz Schrall herrschen Schrecken erregende Zustände, wie die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" aufdeckte.

"Immense Überbelegung, Kannibalismus, wochenlang verweste, mumifizierte Tiere - vorsätzliche Tierquälerei an zigtausenden Hühnern im‚ Vorzeigebetrieb’ Schrall", zeigte sich Johanna Stadler, Geschäftsführerin von "Vier Pfoten", bestürzt.

Anzeige erstattet
Die Legebatterie in Diendorf (Bezirk Tulln) ist zwar illegal, wird aber von den Behörden geduldet, so Stadler. Der Tierschutzverein hat gegen Schrall Anzeige erstattet und die sofortige Schließung der Käfigbatterie, eine strafrechtliche Verurteilung wegen Tierquälerei sowie ein Tierhalteverbot gefordert.

"Was ich auf den Bildern gesehen habe ist unerträglich und weit grauenhafter als jede Käfigbatterie des vorigen Jahrhunderts. Schon vor der Halle ist der Gestank nach Kot und Verwesung schwer zu ertragen. Eine Schande für Österreichs Geflügelwirtschaft", betonte die Tierschützerin.

Eier mit Milben übersät
Zahlreiche tote Tiere liegen auch außerhalb der Halle auf dem Erdboden des Grundstücks und im riesigen Kothaufen der Anlage. Zahlreiche Eier sind mit Milben übersät. Unzumutbare Zustände auch für den Konsumenten, der die Eier letztendlich verzehrt. Und doch werden diese Eier an Gastronomiebetriebe (sogar im 4-Sterne-Hotel Renaissance, Wien am Frühstücksbuffet) und an diverse Märkte verkauft, erkennbar am Stempel "3AT4554582", wie die Tierschutzorganisation erklärte.

Gemäß dem Tierschutzgesetz ist die Käfighaltung von Legehennen in Österreich bereits seit dem 1. Jänner 2009 verboten. Erlaubt sind nur noch Boden-, Freiland- und Volierenhaltung.



(red)

21.5.2010 15:42
fuerTiere, 20. 05. '10 08:30
Egal ob Käfig- oder Bioeier:
am Anfang sind die Küken, und nur die weiblichen müssen ihr kümmerliches Dasein als Legehennen fristen. Die männlichen werden, da es für die Fleischproduktion spezielle Züchtungen gibt, nicht mehr gebraucht, aussortiert und vergast oder vermust. 45 Millionen jedes Jahr alleine in Deutschland.
brabus, 19. 05. '10 18:26
Tierquälerei
Profitgier, koste es was es wolle. Ich hoffe, die Justiz schöpft hier den vollen Strafrahmen aus. Und alle die diese Eier an Konsumenten weiterverkauft haben, sollten schleunigst damit aufhören um allfällige gesundheitliche Gefährdungen zu vermeiden.
testvogel, 19. 05. '10 15:45
Schrall Franzi
Unglaublich, nicht mal eine Gesellschaft sondern nur nach bürgerlichem Recht....

Schrall Franz Frischeiproduktion GesnbR


Damit haftet er persönlich, aber voll! Supa!!!
sidestep, 19. 05. '10 16:18
Sperrt ihn in einen Käfig!
Der Mann, der für so etwas verantwortlich ist, gehört wie die Hühner in einen Käfig gesperrt und ein Jahr lang unter den selben Bedingungen gehalten.