Mittwoch, 19. Mai 2010

Kroatien und der Respekt vor dem ÖFB:
Trainer Slaven Bilic streut Österreich Rosen

  • "Eine starke Mannschaft und in guter Verfassung"
  • Rapid-Legionär Jelavic warnt vor Salzburger Janko

Slaven Bilic, Trainer des kroatischen Fußball-Teams, hat der ÖFB-Elf vor dem Testspiel in Klagenfurt heute (20.30 Uhr) Rosen gestreut. "Österreich hat eine starke Mannschaft und ist in guter Verfassung", sagte Bilic im Trainingscamp der Kroaten in Bad Tatzmannsdorf. Doch er stellte auch klar: "Natürlich erwarte ich, dass wir gewinnen."

Bilic machte einen Blick zurück. "Vor der EURO hat man davon gesprochen, dass Kroatien gegen Österreich der Favorit ist. Doch bei der EURO hat man gesehen, dass Österreich einige Spieler hatte, die uns Probleme bereiten konnten, und sie haben das auch getan", erinnerte Bilic an die Mühen beim 1:0-Sieg über Österreich im ersten EM-Spiel. "Österreich hat gegen Kroatien sehr gut gespielt. In der zweiten Hälfte waren sie besser. Auch gegen Deutschland war nur ein Traumtor von Ballack (der Unterschied, Anm.)."

Viele Rosen von Bilic
Trotz der zahlreichen Veränderungen sei Österreich aber auch zwei Jahre danach eine "gute Mannschaft". "Sie haben einen sehr guten Trainer, sind ein Team mit viel Energie." Bilic attestierte Österreich auch taktische Kompetenz. "Sie spielen kompakt, eng, sind in einer guten taktischen Verfassung. Es ist sehr schwer, durchzukommen. Und sie sind konterstark."

Ersatzgeschwächt ist die kroatische Offensivabteilung. Arsenal-Stürmer Eduardo kämpft mit Rückenschmerzen und Ivicia Olic bereitet sich mit Bayern München auf das Champions League-Finale vor. Aus den Probe-Spielchen im Training ließ sich laut kroatischen Medienberichten eine Offensiv-Variante mit dem Duo Mladen Petric (Hamburger SV) und Nikica Jelavic (Rapid) herauslesen.

Jelavic warnt vor Janko
Jelavic warnte vor dem Spiel vor allem vor Marc Janko. "Er ist sehr groß und bewegt sich wunderbar", wurde der Rapid-Stürmer in "Vecernji list" zitiert, "er wird für uns am gefährlichsten sein." Das Match werde mit Sicherheit "nicht leicht", so Jelavic, "man muss nur an das Spiel bei der EURO 2008 erinnern."

(apa/red)

19.5.2010 07:48