Montag, 17. Mai 2010

"Parteipolitischer Missbrauch der SPÖ":
Assistenzeinsatz für Pilz verfassungswidrig

  • Grüne fordern die Einberufung des Sicherheitsrats
  • "Wir müssen das Bundesheer in Schutz nehmen"

Die Grünen haben die Einberufung des Nationalen Sicherheitsrats gefordert. Sicherheitssprecher Peter Pilz begründete dies damit, dass das Bundesheer durch die Weiterführung des Assistenzeinsatzes parteipolitisch für den Wahlkampf der burgenländischen SPÖ "missbraucht" werden soll. Er geht davon aus, dass der Sicherheitsrat Anfang nächster Woche stattfindet und erwartet sich eine "Mehrheit der Vernunft" gegen die SPÖ.

"Wir müssen das Bundesheer in Schutz nehmen", stellte Pilz fest. Er werde deshalb im Nationalen Sicherheitsrat einen Antrag in Form einer Empfehlung an Innenministerin Maria Fekter einbringen. Diese sehe vor, dass der Assistenzeinsatz - wie angekündigt - im Herbst evaluiert und infolge beendet wird. "Meiner Meinung nach hätte er spätestens ab Schengen II beendet werden müssen", so der Abgeordnete.

Das Bundesheer sei zuletzt 1934 mit "unvergleichbar schlimmeren Folgen" missbraucht worden, so Pilz. "Gerade die SPÖ" sollte sich daran erinnern, meinte er. Abgesehen davon sei der Assistenzeinsatz laut Experten "verfassungswidrig" und habe auf die Kriminalitätszahlen im Burgenland "nachweislich" keinen Einfluss: "Der Assistenzeinsatz ist sowohl sinnlos als auch eine Verschwendung von 20 Mio. Euro. Das Geld könnte besser verwendet werden." Etwa für das Bundeskriminalamt, schlug Pilz vor.

"Schwindel" von Darabos?
Er ortet darüber hinaus einen budgetären "Schwindel" des Verteidigungsminister Norbert Darabos, da dieser angegeben habe, er würde über "geheime" Rücklagen in der Höhe von 140 Mio. Euro verfügen. Das Geld gehöre "sofort" auf den Tisch und soll etwa Österreichs UN-Einsatz im Kosovo sicherstellen, forderte Pilz. Er vermutet hingegen eine "illegale Wahlkampffinanzierung" für Burgenlands Rote.

Mit einem Termin für den Sicherheitsrat rechnet der Grüne Sicherheitssprecher Anfang nächster Woche. "FPÖ und BZÖ sind sicher auch dagegen, dass das Bundesheer missbraucht wird und die Evaluierung im Herbst stattfindet." Auch hoffe er, "dass die ÖVP nicht umfällt": "Ich sehe eine Chance auf eine Mehrheit der Vernunft im Nationalen Sicherheitsrat." Weiters geht er davon aus, dass sich Fekter an die Empfehlung halten würde, zumal dies ihre bisherige Linie gewesen sei, meinte Pilz.

(apa/red)

17.5.2010 11:56
Vasant, 17. 05. '10 17:49
Absolut richtig Pilz und daher ...
die GRÜNEN sofort auflösen und all deren sinnlosen
Gehälter gleich dem Bundesheer geben und dann am
besten gleich mit der Glawischnig & Co. selbst an die
Grenze und sichern!

Der Pilz kann nur klagen und andere Parteien ständig
angreifen, aber selbst kommt von dem GRÜNEN Gsindl
NICHTS! Aber auch wirklich GAR NICHTS!

Solche Politiker und Parteien sofort auflösen und deren
Gelder lieber in sinnvolle Dinge investieren, anstatt in
so einen Zustand der sich Partei nennt!!!

Wenn ich sehe womit die Zeit und Steuergelder
versemmeln, dann krieg ich langsam echt schon
einen Hals! Alle reißens bei den GRÜNEN die Pappn,
aber selbst leistens NULL!

Ein Wahnsinn was bei uns in der Politik alle bezahlt
wird! Das ist ja schon fast eine Verarschung der
Steuerzahler!
Sensor, 17. 05. '10 18:13
Re: Absolut richtig Pilz und daher ...
Ich bin anderer Meinung: Von allen Parteien kommt wenig, auch von den Grünen kaum etwas. Das Parlament ist entmündigt. Gesetzesvorlagen kommen statt vom Parlament, fast auschließlich von der "Reagierung". Pilz ist der einzige Abgeordnete (die Parteizugehörigkeit ist dabei egal), der faule Sachen aufdeckt! Und mit dem Angriff auf das sinnlose Spazierengehen der Bundesheersoldaten im Burgenland als Wahlkampfunterstützung für die SPÖ hat er völlig recht.
subjektiv, 18. 05. '10 01:22
Re: Absolut richtig Pilz und daher ...
Ich als betroffener Berufssoldat bin ganz sicher kein Grüner oder Pilzfan. Mit der Sinnlosigkeit dieses Einsatzes gibt es allerdings einen Punkt bei dem wir einer Meinung sind. Es ist leider nicht das erste mal das Entscheidungen in oder um unser Ministerium aus polittaktischen Gründen durchgedrückt wurden.