"Dann werden sie aus dem Weg gedrängt": US-Regierung verliert nun die Geduld mit BP
- Energiekonzern lasse "Frist um Frist" verstreichen
- Experten befürchten größte US-Umweltkatastrophe
·Öl zerstört dutzende Kilometer Marschland
US-Küste verseucht:
"Dort ist alles tot"
·BP: Ölleck ist größer als bisher vermutet
Ölpest erreicht Feucht- gebiete von Louisiana
·Bohrinsel "Atlantis" als neuer Risikofaktor
US-Regierung: Hinweise auf Sicherheitsmängel
·Ölpest: Obama verschärft Gangart
Unabhängige Kommission
soll Unglück untersuchen
·Es könnte noch bis August Öl austreten
Verzweiflung und Suche nach den Schuldigen
·Ölpest: BP auf der Suche nach Plan B
Kleinere Glocke oder
"Betonstöpsel" geplant
·BILDER: Der Kampf gegen die Katastrophe
Mehrere hundert Tonnen täglich ins Meer geflossen
·Ölplattform wies Sicherheitsmängel auf
Besitzer äußerten bereits vor einem Jahr Bedenken

Die US-Regierung verliert bei der Ölpest im Golf von Mexiko die Geduld mit dem Energiekonzern BP. Das britische Unternehmen lasse "Frist um Frist" bei seinem Bemühungen zum Verschluss des Bohrlochs vor der US-Küste verstreichen, sagte US-Innenminister Ken Salazar nach einem Besuch in der BP-Firmenzentrale in Houston.
"Wenn wir herausfinden, dass sie nicht das tun, was sie angeblich tun, dann werden wir BP in geeigneter Weise aus dem Weg drängen." Im übrigen habe sich der Konzern bereiterklärt, mehr als die 75 Millionen Dollar zur Säuberung der US-Küsten zu bezahlen, die bisher im US-Gesetz als Höchstgrenze genannt sind.
Mitte April war im Golf von Mexiko die BP-Bohrplattform "Deepwater Horizon" nach einer Explosion gesunken. Seitdem strömen täglich große Mengen Öl aus dem Bohrloch in rund 1600 Metern Tiefe ins Meer. Anfangs war von etwa 160.000 Litern am Tag die Rede, später von rund 800.000 Litern. Einige Experten halten sogar eine weit größere Menge für wahrscheinlich.
BP stark unter Druck
Seit einigen Tagen saugt BP Öl am Unglücksort ab, wieviel dennoch weiter ins Meer strömt, ist unklar. BP versucht auch, das Loch zu verschließen. Der Konzern steht wegen seiner Informationspolitik zu dem Unglück stark unter Druck. BP wird vorgeworfen, das Ausmaß der Katastrophe herunterzuspielen und zu vertuschen.
Ein Teil des ausgetretenen Öls ist offenbar unter der Meeresoberfläche, da eine gigantische Verschmutzung der US-Südküste bislang ausblieb. Gleichwohl sind bereits zahlreiche Naturschutzgebiete betroffen und Fachleute schließen nicht aus, dass Öl über Strömungen auch nach Florida, Kuba und die US-Ostküste kommt. Manche Experten gehen davon aus, dass die USA vor der größten Umweltkatastrophe ihrer Geschichte stehen könnten.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
