Mine gezündet: Maoisten-Angriff fordert zahlreiche Tote in indischer Problemregion
- Rebellen ließen Bus mit Zivilisten in die Luft gehen
- Unruhen in Dantewade gehen nahtlos weiter

Bei einem Angriff maoistischer Rebellen auf einen Bus mit Zivilisten und Polizisten sind im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh zahlreiche Menschen getötet worden. "Ich befürchte, dass mindestens 50 Menschen getötet wurden", sagte Chhattisgarhs Polizeichef Raman. Der Sender NDTV berichtete, die Maoisten hätten im Unruhedistrikt Dantewada eine Mine gezündet, als der Bus vorbeifuhr.
Zunächst hatte die Polizei von 20 Toten gesprochen, TV-Sender gaben die Anzahl der Toten mit 30 an. Die indischen Sicherheitskräfte gehen seit Monaten verstärkt gegen die Maoisten vor, die in ländlichen Gegenden Indiens immer mehr Einfluss erlangen. Die Gewalt der Maoisten in Chhattisgarh hat in den vergangenen Monaten zugenommen. Beim schwersten Angriff der Maoisten seit Jahren waren dort Anfang April 76 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden.
Am vergangenen Samstag hatten Maoisten sechs Dorfbewohner getötet, die sie für Polizei-Informanten hielten. Am Sonntag töteten sie einen Lokalpolitiker der in Indien regierenden Kongress-Partei. Die Rebellen kämpfen gegen die parlamentarische Demokratie und für ein kommunistisches Regime in Indien. Seit 2006 hat die Gewalt nach offiziellen Angaben mehr als 3500 Menschen das Leben gekostet.
(apa/red)
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