"Keine wählbare Partei mehr seit 1945":
Rechtsradikale Umtriebe bei der Tiroler FPÖ
- Landeschef Hauser schließt weitere Funktionäre aus
- Kinderwagen einer Türkin über eine Stiege geworfen

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Fünf Mitglieder wurden
aus Partei ausgeschlossen
In der Tiroler FPÖ hat es offenbar weitere Ausschlüsse gegeben. Parteiobmann, LAbg. Gerald Hauser hatte lediglich von zwei bestätigten Ausschlüssen gesprochen. Wegen Ausländerfeindlichkeit und rechtsradikaler Aussagen sind allerdings zwei weitere Funktionäre ausgeschlossen und über einen Dritten ein Funktionsverbot verhängt worden.
Wie berichtet, hatten 14 von 16 Vorstandsmitglieder die von Hauser verhängten Parteiausschlüsse von Klubsekretär Patrick Haslwanter und Jugendfunktionär Paul Pilgermair bestätigt. LAbg. Walter Gatt, der Innsbrucker Gemeinderat Christian Haager und Parlamentsmitarbeiter David Nagiller waren zuvor bereits von der Bundespartei wegen eines Putschversuches gegen Hauser ausgeschlossen worden.
Die neuen Beschlüsse beträfen laut einem Bericht "Tiroler Tageszeitung" Funktionäre, die sich damit gerühmt hätten, den Kinderwagen einer Türkin über eine Stiege geworfen zu haben, und gemeint hätten, dass es seit 1945 keine wählbare Partei mehr gebe. Ein weiterer Jugendfunktionär sei mit zweijährigem Funktionsverbot belegt worden.
Hauser will in den nächsten Wochen vor allem mit jenen 50 Funktionären des Bezirks Innsbruck-Land Gespräche führen, die Bedenken gegen die von der Bundes- und Landesorganisation getätigten Parteiausschlüsse geäußert hatten. Auch mit dem Vorstand des Tiroler Seniorenrings werde es Gespräche geben, hatte er angekündigt. (apa/red)
