Samstag, 22. Mai 2010

"Alles andere als ein Vertuscher": Kardinal Schönborn nimmt Papst Benedikt in Schutz

  • Habe "bereits im Fall Groer auf Aufklärung gedrängt"
  • Zölibat: "Doppelbelastung Familie und Pfarre enorm"

Kardinal Schönborn verteidigt Papst Benedikt den XVI. gegen den Vorwurf der Vertuschung sexueller Gewalttaten in katholischen Einrichtungen. Der Papst sei "alles andere als ein Vertuscher", sagte der Wiener Erzbischof im Ö1-"Journal zu Gast". Zurückhaltend äußerte sich der Vorsitzende der Bischofskonferenz erneut zur Debatte über eine Abschaffung des Zölibats.

Schönborn betonte, dass er Papst Benedikt noch aus seiner Studienzeit kenne, als er bei ihm studiert habe. "Ich weiß aus langjähriger Erfahrung, dass er alles andere als ein Vertuscher ist", er habe vieles für die Aufklärung getan. Schon 1995 beim "Fall Groer" habe Joseph Ratzinger - damals noch als Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation - vehement auf Aufklärung gedrängt, betonte Schönborn. "Da lasse ich nichts über meinen Lehrer kommen." Der Papst sei ein Mann, "der die Wahrheit liebt und nicht fürchtet, auch wenn sie unangenehm ist", so Schönborn.

Bei den innerkirchlichen "heißen Eisen" wie der Zölibatsdebatte sollte man die Argumente auch einmal "gegen den Strich bürsten", meinte der Kardinal. Man sollte auch einmal verheiratete Priester in anderen christlichen Religionsgemeinschaften Fragen, die den Zölibat nicht haben. Da würden manche sagen, dass es mit verheirateten Priestern gut funktioniere, manche würden aber auch sagen, "überlegt euch das gut." So erwähnte Schönborn einen Brief, den er von einer evangelischen Pfarrerin bekommen habe, die zur Vorsicht gegenüber einer Beendigung des Zölibats riet. Die Doppelbelastung, für eine Familie und eine Pfarrgemeinde verantwortlich zu sein, sei enorm.

(apa/red)

22.5.2010 13:34
sidestep, 23. 05. '10 07:40
Ach wirklich kein vertuscher?
Herr Schönborn Sie lügen wie gedruckt! Und damit mich NEWS nicht so ohne weitere löschen kann werde ich Ihnen das auch beweisen.

Sie erinnern sich doch noch an den amerikanischen Priester, der serienweise Kinder missbraucht hat? Damals war an den heutigen deutschen Papst im Vatikan die Meldung über diese Vporfälle ergangen und der Herr Ratzinger hat diese Vorwürfe unter den Tische fallen lassen,ergo dessen also vertuscht! Erst als dieser amerikanische Drecksack nicht aufhörte Kinder zu missbrauchen, hat Ratzinger nach weiteren Meldungen an den Vatikan die erfoderlichen Schritte eingeleitet. Das wissen Sie, eure Exzellenz - oder sagt man zu einem Kardinal Eminenz - ganz genau, folglich sind Sie oder der Papst ein Lügner. Ein veritabler Vertuscher jedenfalls ist er allemal und somit haben Sie gelogen.
sidestep, 23. 05. '10 07:43
Re: Ach wirklich kein vertuscher?
Ach ja und noch etwas, weil Sie auf dem Bild so fromm die Hände falten: Vielleicht sollten Sie es mit einem Sprichwort, dass in der ÖVP - also der Ihnen politisch am nächsten stehenden Partei - erfunden worde ist halten:

Hände falten Go..... halten!
Sensor, 22. 05. '10 18:31
Wo gibt es mutige Bischöfe?
So wie Kaiser und Könige in früheren Zeiten ist offensichtlich auch der Papst "unscheltbar". In der ED München musste auf Druck der Generalvikar die Schuld für die Fahrlässigkeit im Umgang mit einem pädophilen Priester auf sich nehmen, um den Papst, der damals als Erzbischof die Verantwortung trug, zu schonen. Die Geschichte mit dem Gründer des Ordens der "Legionäre Christi", einem grausigen Wüstlung iund Kinderschänder ist auch schon längst bekannt.
Die Aussagen Schönborns halte ich daher für die übliche, kriecherische Ergebenheitsadresse an den Papst. Solange solche Leute den Weg der Kirche bestimmen, wird sich nichts, rein gar nichts zum Besseren wenden.