Niemand mag uns so wie die Deutschen:
Nachbarn bleiben größte Ausländergruppe
- Zehn Prozent der Bevölkerung sind keine Inländer
- In Österreich mehr Abwanderung als Einwanderung

·Österreich wächst
durch Zuwanderung
8,3 Millionen: Neuer Rekord bei Bevölkerung
·Staatsbürgerschaft
wird ein rares Gut
Zahl der Einbürgerungen
hat sich zuletzt halbiert
·8,375 Millionen Leute leben in Österreich
Bevölkerung wächst nur langsam, aber doch an
·Schwarze & Muslime hierzulande gefährdet
Europarat übt scharfe Kritik an Ausländerpolitik
Deutschland ist das wichtigste Herkunftsland für Migration nach Österreich geworden: 2009 stellten die Deutschen mit 138.225 Personen erstmals die größte Ausländergruppe in Österreich. Dies geht aus aktuellen Zahlen der Statistik Austria hervor. Insgesamt sind 2009 weniger Menschen nach Österreich gezogen als im Jahr zuvor, zugleich haben erheblich mehr das Land verlassen.
Insgesamt lebten mit 1. Jänner 2010 895.144 Personen nicht österreichischer Staatsangehörigkeit im Land, was zehn Prozent der Bevölkerung entspricht. Die Deutschen waren im Vorjahr zum ersten Mal am stärksten vertreten, noch vor Bürgern aus Serbien, Montenegro oder dem Kosovo.
Dass Deutschland zum stärksten Quellland wird, ist ein Trend, den die Demografen bereits seit einigen Jahren beobachten, hieß es in der Statistik: Nicht zuletzt aufgrund der restriktiveren rechtlichen Rahmenbedingungen für Angehörige von Drittstaaten "beobachten wir eine Verschiebung von klassischen Gastarbeiten hin zu Bürgen aus den EU-Staaten und allen voran Deutschland". EU-Bürger genießen in den Mitgliedsstaaten schließlich Niederlassungsfreiheit.
Ex-Jugoslawien bleibt starke Gruppe
Zusammengezählt sind Bürger der Nachfolgestaaten Jugoslawiens (ohne Slowenien, das ja EU-Mitglied ist) freilich nach wie vor eine starke Gruppe (292.026 Personen in Österreich mit dem Stichtag). Türkische Staatsbürger wurden mit 1.1.2010 genau 112.150 gezählt.
Die Wanderungsbewegungen im Detail: 2009 wanderten 107.785 Personen nach Österreich zu, 87.189 Personen verließen das Land. Der Saldo betrug folglich plus 20.596 Personen. Rund die Hälfte der Zuwanderer (53.725) sind EU-Bürger, allein 17.566 kamen aus Deutschland. Aus Nicht-EU-Staaten zählte die Statistik Austria 38.093 Zuwanderer. Und schließlich kamen auch Österreicher zurück in ihr Land, insgesamt 15.967. Demgegenüber standen 21.067 Österreicher, die auswanderten, 66.122 Nichtösterreicher, die das Land verließen und 28.744 Drittstaatsangehörige, die Österreich den Rücken kehrten.
(apa/red)
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