"Dieser Mundl ist geistiger Vatermord": Hinterberger stieg bei "Echte Wiener 2" aus
- Kritik des Autors: "Absurditäten & Hollywood-Finale"
- "Mundl"-Film wurde trotzdem gedreht. Läuft im Kino
·Das Rennen um die
Goldene Palme beginnt
Schwere Kost dominiert
Wettbewerb in Cannes
·Von Vampiren, Nazis
und Frauenproblemen
SATC 2, Twilight und Co.:
Die Kinohighlights 2010
·R.I.P. Rocky Balboa
und John Rambo
Stallone schickt beliebte
Action-Helden in Pension
Der Autor Ernst Hinterberger, Erfinder der 1970er-Jahre-Fernsehserie "Ein echter Wiener geht nicht unter", ist kurz vor Drehbeginn der zweiten Kinofassung im Mai aus dem Projekt ausgestiegen. "Echte Wiener 2" sei nicht mehr sein Werk, so Hinterberger im "Kurier", die Fortsetzung der Familiensaga um Edmund "Mundl" Sackbauer "hat mit mir, egal, ob die Sache ein Erfolg oder Misserfolg wird, nichts zu tun".
Zuvor hatte bereits Regisseur Kurt Ockermüller wegen Budgetschwierigkeiten seine Tätigkeit zurückgelegt. Regie bei "Echte Wiener 2 - Die Deppat'n und die Gspritzt'n" führt Koproduzentin Barbara Gräftner. Sie war auch schon beim ersten "Mundl"-Kinofilm, der rund 370.000 Besucher in die Kinos gelockt hatte, als Produzentin an Bord gewesen. Ockermüller blieb zumindest als Berater dabei, daran ist bei Hinterberger nicht zu denken. "Absurditäten, spekulative Zuspitzungen und ein Finale, das plump einer Hollywood-Komödie nachempfunden wurde", kritisiert der Autor am geänderten Buch, "dieser 'Mundl' ist geistiger Vatermord."
Produzent: "Tut mir in der Seele weh"
Produzent Robert Winkler ließ gegenüber dem "Kurier" verlauten, es tue ihm "in der Seele weh, dass Fehler passiert sind". Gleichzeitig verwies er aber auch darauf, dass es schon bei "Echte Wiener 1" Auseinandersetzungen wegen des Drehbuchs gegeben habe. Der Film wurde trotzdem gedreht und startete am 16. Dezember in den Kinos.
(apa/red)










