Montag, 17. Mai 2010

Über Facebook in Falle gelockt & getötet:
20-Jähriger wird wegen Mordes angeklagt

  • Unter falschem Namen mit dem Opfer angefreundet
  • Warnung: "Räuber und Perverse" in Social Networks

In Australien ist eine junge Frau offenbar über das beliebte Online-Netzwerk Facebook in eine Falle gelockt und getötet worden. Laut Medienberichten wurde ein 20-Jähriger in der Causa wegen Mordes angeklagt. Er soll sich in dem Internetportal unter falschem Namen mit der 18-jährigen Nona B., dem späteren Mordopfer, angefreundet haben. Am Mittwoch lockte er das Mädchen demnach in ein Naturschutzgebiet im Südwesten von Sydney. Am Freitag wurde ihre Leiche gefunden.

Nach Angaben der Polizei hatte Nona ihren Eltern erzählt, dass sie sich mit zwei Männern treffen wolle, die sie über Facebook kennengelernt hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass es den zweiten Mann gar nicht gab. Wie der Polizist Russell Oxford der Zeitung "Sunday Telegraph" sagte, war Nona eine Tier-Liebhaberin. Sie sei möglicherweise davon ausgegangen, an einem nächtlichen Trainingskurs zur Pflege wildlebender Tiere teilzunehmen. Bei dieser Geschichte habe es sich aber um einen Schwindel gehandelt.

Die Polizei bezeichnete den Fall als ungewöhnlich, mahnte die Nutzer sozialer Netzwerke aber zur Vorsicht. In den Online-Netzwerken tummelten sich "Räuber und Perverse", sagte Oxford. "Man weiß einfach nicht, mit wem man redet."

(apa/red)

17.5.2010 10:36
Woodentree, 17. 05. '10 15:09
der ewige Kreis
Es wundert mich, dass es tatsächlich so lange gedauert hat, bis soetwas auch mal auf Facebook passiert.
Als chatten groß in Mode kam, gingen einige naive und manchmal leider auch sehr dumme Menschen anderen auf den Leim und schlimmeres.
Wenn man bei Facebook schnell mal über 200 Freunde hat (ich KENNE nicht mal 200 Leute, denen ich über mein Privatleben erzählen möchte, geschweige denn habe ich soviele "Freunde"..), dann schummelt sich da leicht eine undurchsichtiger Charakter ein. Ich finde es eher erstaunlich, dass man nun die ganze Sicherheitsschiene schon wieder von neuem aufrollen muss.
Anscheinend machen tatsächlich alle Generationen die gleichen Fehler. :-)
Wien_1190, 18. 05. '10 07:52
Re: der ewige Kreis
die Perversion ist ein stetiger Begleiter der Menschheit - somit darf man sich über solche Sachen nicht wundern - sondern sollte die Leute lieber im Vorhinein aufklären, vorallem Junge Mädchen die sich durch "naive pseudo liebe" leicht "eingarnen" lassen!

Schlimm sowas - heute werden kaum noch Individuen "erzogen" - die Breite Masse ist dumm und "rennt" mit der Hand vorm Gesicht herum - wenn ein Mensch weiß was er sich wert ist geht er auf solche unmoralischen Angebote erst garnicht ein!

Meine Meinung
Wien_1190, 17. 05. '10 11:23
Man sollte nur beachten,
dass wenn man Facebook sperrt - wird es zu einer hohen suizidrate kommen :P

Diese Plattform trägt zur sukzessiven Verblödung der Weltbevölkerung bei - (ich bin natürlich auch auf dieser Plattform angemeldet, aber meine Hintergründe sind nur Buisnesskontakte) - aber wenn junge Mädchen bzw Burschen deren komplettes Privatleben auf FB "posten" dann ist das eindeutig übertrieben!

Bei FB besteht eine große Suchtgefahr - wer dies nicht glaubt soll einmal einen Menschen der oft und aktiv bei FB "online" ist - das Recht auf "seine tägliche Dosis FB" verwehren - man glaubt kaum wie die Menschen auf diesen "Entzug" reagieren ;)

Ich war selber fassungslos als ich meinen Kindern den Zugang gesperrt habe - dennoch habe ich sie davon überzeugen können das ein "Real life" um einiges amüsanter ist! ;)
Wien_1190, 17. 05. '10 11:29
Re: Man sollte nur beachten,
post Skriptum:

RL=Reallife="Reales Leben"=ein Leben unter Menschen - mit Freunden - das ausbauen und lernen sozialer Kompetenzen usw - einfach ein "normales" Leben - in dem die Natur eingebunden wird und nicht dauernd vorm PC sitzt bzw isoliert in seinem Zimmer