Mittwoch, 12. Mai 2010

Vereint hinter Griechenland: Österreicher
unterstützten die Milliardenhilfe für Athen

  • Vier von fünf Befragten akzeptieren Rettungspaket
  • Banken für Finanzdebakel verantwortlich gemacht

Griechenland ruft um Hilfe - und Österreich steht dem Euro-Partner bei. Dass Prölls Zusage zum europäischen Hilfspaket für Athen einiges kosten wird, beeindruckt die Österreicher nicht: Vier von fünf Befragten unterstützten laut einer Umfrage die Rettungsaktion für das schwer verschuldete Griechenland. Denn Schuld für die Misere, so glauben die Österreicher, haben nur zum Teil die Griechen selbst - vor allem aber werden die Banken dafür verantwortlich gemacht.

"Europa kann nicht funktionieren ohne Verantwortung und Solidarität", betonte der frühere spanische Ministerpräsident Felipe Gonzalez kürzlich. Solidarität, die sich Europa einiges kosten lässt: 5,5 Milliarden Euro bewegen sich in diesen Stunden in Richtung Griechenland. Und das ist erst der Anfang. In den nächsten Tagen werden weitere 15 Milliarden folgen, bis Jahresende sollen insgesamt 45 Milliarden auf griechischen Konten landen. Im Vergleich zum europäischen Stabilisierungspaket ist sogar das nur Kinderkram: Um den Euro zu retten, übernehmen die europäischen Staaten Haftungen über bis zu 500 Milliarden Euro.

Unfassbare Summen wurden in den letzten Wochen genannt, verworfen, beschlossen. Und immer mit österreichischer Beteiligung. Denn Pröll sagt nicht nur einen Kredit über 2,3 Milliarden Euro an Athen zu, er will bis zu 12,5 Milliarden an Bürgschaften übernehmen. Eine noble Hilfsleistung, die Herr und Frau Österreicher mit Stolz erfüllt: Bei einer Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes sprechen sich ganze 81 Prozent für österreichische Hilfsleistungen an den südeuropäischen Staat aus.

Denn die Schuldigen sind für viele Österreicher nicht die Griechen selbst - sie misstrauen vor allem den Banken: 57 Prozent aller Befragten glauben, dass die Finanzinstitute mit ihren Spekulationen und Wetten für das griechische Schlamassel die Hauptschuld tragen.

Banken zittern um ihre Investitionen
Immerhin sind es gerade die heimischen Banken, die eine Beteiligung Österreichs am Griechenlandfonds unerlässlich machen. Knappe 5 Milliarden Euro beträgt die Summe, die heimische Finanzinstitute in ihre Engagements in Griechenland investiert haben und die bei einem Bankrott Athens schwerwiegend zu Buche schlagen würde: Neue staatliche Hilfsgelder an die heimischen Banken wären nicht mehr vermeidbar. So erklärt auch Finanzstaatssekretär Lopatka: "Was die Regierung an Hilfen und Haftungen gegeben hat, war natürlich auch im Interesse der Banken."

Demos und Streiks geplant
Immerhin gibt sich der griechische Staat Mühe, das in das Land gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen: Der griechische Finanzminister Papakonstantinou hat persönlich Verantwortung übernommen: "Wenn wir weitere Maßnahmen treffen müssen, würde dies bedeuten, dass ich gescheitert bin. Dann werde ich zurücktreten."

Und gleichzeitig werden neue Einsparungen angekündigt: Diesmal geht es Renten-, Pensions- und Krankenkassen an die Geldbörse. So erleichtert die europäischen Geldgeber auch dieses neue Sparvorhaben begrüßen, so erbittert wollen Gewerkschaften gegen die "Solidaritätsabzüge" kämpfen. Und darin sind sie sich mit den Österreichern einig: Schuld an der Misere sollen nicht die Griechen haben - sondern die Finanzmärkte.
(red)

12.5.2010 15:00
MyHomebound, 13. 05. '10 10:21
VIER von 5 sind DAFÜR ...??
Meine Familie(insges.8 Pers.-teils noch berufl.) hat KEINER gefragt.Wären ACHT DAGEGEN.
Möchte vorauss.,daß ich b.d.EU-Beitr.Abstimmg. schon damals DAGEGEN stimmte.Ich lobe die Schweiz u.ihre DEMOKRATIE-bewußten Politiker. WAS wird eigentl. mit d. Euro-Mio. welche WIR a.d.E(instreifer)Union zahlen, gemacht?Außer d. brüsseler WASSERKOPF m. unseren dortigen Mitschnorrern zu erhalten u.fettzufüttern.Was hat mir (u.paar tausenden and.in meiner Branche) als Kleinen die EU gebacht NIX-nein doch,es hat mich DANK einiger damals involvierter Politiker-den JOB gekostet,da alles ausgelagert u.(NICHT NUR) i.Österreich ausgehungert wurde u.div. firmenrettende Geschäfte damals mit"Strafzöllen"belegt wurden u.somit f.unsere Geschäftspartner uninteress. waren.Damals hat UNS kein POLITIKER
RETTEN wollen
Mad_Max2, 12. 05. '10 21:45
Euro notwendig?
An alle Zweifler!
Aufgrund der Europäischen und Weltweiten Wirtschaftlichen Verknüpfung des Euro ist es unumgänglich Grichenland und wenn nötig auch andere Euroländer zu unterstützen,eine Rückkehr zum Schilling und Austritt Österreichs aus der Eurozone würde an der Geschichte nichts ändern.

Globaler Markt!!!!!!!! und das winzige Österreich alleine??
maierhofer____, 12. 05. '10 22:01
Re: Euro notwendig?
ganz richtig
galileo2, 13. 05. '10 06:37
Re: Euro notwendig?
mein lieber mann, du solltest deine rosarote brille abnehmen. Es gibt immer eine möglichkeit, siehe Schweiz. Wenn man menschen, so wie bei ihnen, immer nur einredet, es gibt keine alternative, dann glauben sie es irgendwann auch. Also, runter mit der rosaroten Brille.
MyHomebound, 13. 05. '10 10:38
Re: Euro notwendig?
Klares NEIN zum Euro.Wenn mein damal. Gehalt bzw.meine (nicht nur meine) jetzige Pension so steigen würden w. die Preise (KEINE RELEVANZ zur VERPACKUNGSGRÖSSE, od.richtiger -KLEINHEIT!), Österreich hätte (außer ein paar Soz.Schmarotzern) keinen einzigen Mind.Pensionisten. Ich weiß, es ist unerwünscht i.d. guten, stabilen Schilling rückzurechnen, weil einem sonst d. Teuerung d. Augen eindrückt. Man braucht sich NUR die früheren Gebinde-Größen incl. damal. Preis u. das HEUTE (3 Semmeln im S-Markt € 0,96 ca.ATS 13,00 !!!, von Kornweckerln rede ich gar nicht)ins Gedächtnis rufen, u. wer sich dann nicht in diese obskure UNION hineingelogen und verraten und ver...t fühlt, der kann nur, Politiker sein oder ein Brett vorm Kopf haben. So viele Betriebe werden durch EU-Billigkonkurrenz GEMORDET
chefcoach, 12. 05. '10 20:41
???
Nur mal eine Frage, wen hat News denn da bitteschön befragt?? Diese leidige Thema ist Nr. 1 in der Arbeit, im Sportverein und unter meinen Freunden.
Keiner, wirklich keiner ist für diese Hilfe!!! Die anderen haben auch noch niemand getroffen, der für diese Griechen Hilfe ist!!!
ich will News nichts unterstellen, aber diese "4 von 5 Österreichern für die Hilfe" ist absolut unglaubwürdig!!!
maierhofer____, 12. 05. '10 22:02
Re: ???
Frag mal leute auf der straße, will dir nix unterstellen, aber vl hast du einen bekanntenkreis mit leuten die nix mit wirtschaft zu tun haben. Diese Umfrage spiegelt so zieml genau das wieder was ich denke