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Die Steuer- und Abgabenlast für österreichische Arbeitnehmer ist 2009 erstmals wieder gesunken - ein Effekt der Steuerreform. Bei der Besteuerung der Arbeitseinkommen liegt Österreich laut OECD-Studie aber weiterhin im internationalen Spitzenfeld. Während viele andere Staaten ihre Arbeitnehmer seit 2000 teils stark entlastet haben, sind die Abgaben in Österreich sogar leicht gestiegen.
Ein alleinstehender Durchschnittsverdiener (39.856 Euro brutto) hat im Vorjahr 47,9 Prozent seines Einkommens an Steuern und Sozialbeiträgen bezahlt. Das waren zwar weniger als 2008 (48,8 Prozent), aber immer noch um 0,6 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2000 - und das trotz zweier Steuerreformen (2004/2005 und 2009). De facto bedeutet das, dass die Steuersenkungen der vergangenen Regierungen - Finanzminister Grasser sprach 2004 sogar von der "größten Steuerreform aller Zeiten" - gerade einmal den inflationsbedingen Anstieg der Steuern ("kalte Progression") bremsen konnten.
Im internationalen Vergleich steht Österreich mit diesen Zahlen recht einsam da, denn die meisten anderen OECD-Staaten haben ihre Lohnsteuern und Sozialabgaben seit 2000 gesenkt (von 37,8 auf 36,4 Prozent). Noch deutlicher fällt die Senkung in den 15 "alten" EU-Staaten aus (von 43,6 auf 41,6 Prozent).
(apa/red)

