Favoritenschreck Montreal zieht weiter:
Canadiens werfen Pittsburgh aus Play-Offs
- Titelverteidiger unterliegen in Halbfinalserie mit 3:4
- Philadelphia Flyers können für Überraschung sorgen
Favoritenschreck Montreal Canadians hat nach Vorrunden-Meister Washington auch Titelverteidiger Pittsburgh im NHL-Play-Off eliminiert. Die Canadians gewannen bei den Penguins mit 5:2 und damit die Halbfinalserie im Osten mit 4:3. Noch offen ist der zweite Finalist, denn die Philadelphia Flyers mit Andreas Nödl gewannen gegen Boston Spiel sechs mit 2:1 und erzwangen damit ein Finalspiel.
Das Sensationsteam des Augenblicks sind denoch die Montreal Canadians. Der 100 Jahre alte Traditionsclub gewann im entscheidenden siebenten Spiel 5:2 beim Titelverteidiger und erreichte erstmals seit fast 20 Jahren wieder die Endspiele um die Ost-Meisterschaft. Seit Einführung der aktuellen Play-off-Formel im Jahr 1994 hat noch kein NHL-Team - schon gar nicht das vermeintlich schwächste - den Qualifikationssieger und den Titelverteidiger in Folge ausgeschaltet.
Für die zweite Überraschung können nun Philadelphia und der Wiener Andreas Nödl sorgen. Denn die bereits 0:3 zurückgelegenen Flyers erzwangen mit dem 2:1-Heimsieg über die Boston Bruins den Ausgleich zum 3:3 und damit ein Entscheidungsspiel. Sie können nun als erst drittes Team nach Toronto (1942) und den New York Islanders (1975) die Best-of-7-Serie nach einem solchen Rückstand noch gewinnen.
Mike Richards und Dany Briere brachten die Flyers, bei denen Boucher-Ersatz Michael Leighton 30 Torschüsse parierte, 2:0 in Front. Der Anschlusstreffer von Milan Lucic kam erst eine Minute vor Schluss. Nödl bekam 11:14 Minuten Eiszeit, 9:20 davon alleine im ersten Drittel.
(apa/red)

