Den Bayern kräftig die Suppe versalzen:
Bremen fordert den Meister im Cup-Finale
- Bayern und Inter haben noch Chance auf das Triple
- "Gibt nichts Schöneres, als die Bayern zu schlagen"
·Louis van Gaal führt die Bayern zum Titel
München gewinnt zum 22.
Mal deutsche Bundesliga

Bayern München setzt am Wochenende wie Inter Mailand die Jagd nach dem historischen Triple (Meisterschaft, Cup, Champions League) fort. Während Champions-League-Final-Gegner Inter am Sonntag die Serie A gewinnen möchte, kämpfen die Bayern bereits heute in Berlin gegen Werder Bremen um den deutschen Cup-Sieg. Am 22. Mai treffen dann die Bayern und Inter in Madrid zum krönenden Abschluss der Club-Saison im Finale der Millionenliga aufeinander.
Egal wie das DFB-Cupfinale ausgeht, ein österreichischer Spieler darf am Ende im Olympiastadion auf jeden Fall jubeln. Entweder Bayerns David Alaba oder Bremens Sebastian Prödl. Für die jeweilige Startelf sind der Wiener Alaba und der Steirer Prödl jedoch kein Thema.
Bayern - Bremen ist auch das Duell der beiden produktivsten Tormaschinerien Deutschlands. Die Münchner haben in der laufenden Saison in Pflichtspielen bisher 112 Mal, die Bremer sogar 119 Mal ins gegnerische Tor getroffen. "Die beiden spielerisch besten Mannschaften Deutschlands treffen aufeinander. Das verspricht viel Brisanz und Hochspannung, und ich glaube auch guten Fußball", freute sich auch DFB-Teamchef Joachim Löw auf die Partie.
"Bremen ist eine sehr gute Mannschaft mit viel Qualität. Ich sehe uns nicht in der Favoritenrolle", stellte Bayerns Erfolgsgarant Arjen Robben klar. Der Niederländer hat in der aktuellen Saison bereits 22 Pflichtspieltore erzielt. Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nimmt den Druck von den Bayern und sieht die Saison bereits jetzt als deutscher Meister als vollen Erfolg: "Unabhängig von den beiden Finalspielen muss ich sagen: Wir haben eine tolle Saison gespielt. Es wäre jetzt noch die Kirsche auf der Sahne der Torte, die vor uns steht - und wir werden versuchen diese Kirsche draufzusetzen."
Bremen will Träume zerplatzen lassen
Die Bremer wollen die Triple-Pläne der Bayern zunichtemachen. "Es gibt nichts Schöneres, als die Bayern zu schlagen", meinte Mittelfeldspieler Torsten Frings. Die Bayern hatten übrigens auch schon 1999 vom Triumph in Liga, Cup und Champions League geträumt. Nach dem Meistertitel waren jedoch zwei bittere Finalniederlagen gefolgt, im Cup im Elferschießen gegen Werder und in der Champions League nach 1:0-Führung gegen Manchester United.
Für die Bayern wäre es der 15. Cupsieg, für die Bremer der siebente, gleichzeitig der zweite in Folge. In der Liste der DFB-Cupsieger seit 1935 befinden sich auch zwei rot-weiß-rote Namen, 1938 bezwang Rapid Wien im Finale FSV Frankfurt 3:1, 1943 setzte sich die Vienna gegen den LSV Hamburg 3:2 nach Verlängerung durch.
(apa/red)
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