Montag, 10. Mai 2010

Red Bull in Formel 1 immer mehr der große WM-Favorit: Überlegenheit ist offenkundig

  • Webber-Triumph in Spanien eine Machtdemonstration
  • Niki Lauda: "Sie können sich nur selbst schlagen"

Die WM-Wertung spiegelt es noch nicht wieder, doch der Grand Prix von Spanien hat es deutlich gezeigt: Red Bull ist das Team, dass es in der Formel-1-WM zu schlagen gilt. Die technische Überlegenheit des RB6 macht Jungstar Sebastian Vettel und wohl auch Spanien-Sieger Mark Webber zu den WM-Favoriten. Auch kommendes Wochenende beim Klassiker in Monte Carlo können sich die Bullen nur selbst schlagen, meinen viele Experten.

"Sie sind auf jeder Strecke die Schnellsten - auch in Monaco", meinte Niki Lauda. "Vielleicht ist der Zeitunterschied dort nicht so groß, aber der Red Bull geht nicht nur in den schnellen, sondern auch in den langsamen Kurven gut." Genau daran hatte das österreichisch-englische Team - neben dem Topspeed - in der Winterpause gearbeitet.

Auf aerodynamisch anspruchsvollen Kursen ist die Konkurrenz sowieso chancenlos. Das hat Webber am Wochenende eindrucksvoll bewiesen. "Es war ein Sieg mit Leichtigkeit", schrieb das spanische Sportblatt "Marca". Lokalmatador Fernando Alonso verlor als Zweiter im Ferrari mehr als 24 Sekunden. "Mit seiner Zauberkunst macht Alonso die WM aber noch spannend", meinte die Zeitung.

Kleiner Rückschlag für Vettel
Ein kleiner Rückschlag war Platz drei nämlich für Vettel. Ein verpatzter Boxenstopp und Bremsprobleme hatten ihn zurückgeworfen. "Es sind viele Dinge in die Hose gegangen. Wir müssen konstanter werden, damit wir bis Jahresende ganz vorne dabei sein können", forderte der 22-jährige Deutsche, auf den sich die WM-Hoffnungen von Red Bull bisher konzentriert hatten.

"Wer geglaubt hatte, Mark Webber sei nur eine Nummer zwei hinter dem allmächtigen Sebastian Vettel, wurde eines Besseren belehrt", betonte die Zeitung "El Pais". Der Australier ist der große Gewinner des Wochenendes, richtete seine Augen aber bereits auf das nächste Ziel - den Sieg in Monaco. "Es ist ein ganz spezieller Grand Prix. Jeder will dort gewinnen", versicherte Webber.

(apa/red)

10.5.2010 14:53
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