Donnerstag, 13. Mai 2010

Keine Spur von einer großen Kirchenkrise:
400.000 feiern Papst in Wallfahrtsort Fatima

  • "Viele Brüder leben, als ob es kein Jenseits gebe"
  • Gesetz zur Homosexuellen-Ehe nicht angesprochen

Zum Höhepunkt seiner Reise nach Portugal hat Papst Benedikt XVI. zu Christi Himmelfahrt mit einer riesigen Pilgerschar in dem Wallfahrtsort Fatima eine Messe gefeiert. Auf dem Platz des beliebten Heiligtums nördlich von Lissabon kamen rund 400.000 Menschen zusammen. Die Menschenmenge begrüßte Benedikt jubelnd und rief: "Es lebe der Papst." Es war der Jahrestag der ersten von insgesamt sechs Marienerscheinungen in Fatima vor 93 Jahren: Drei Hirtenkindern soll die Muttergottes auf freiem Feld erschienen sein.

"Auch ich bin als Pilger nach Fatima gekommen", sagte der Papst vor der Menge. Er bete für eine Menschheit, die mit Elend geschlagen sei. "Der Mensch konnte einen Zyklus von Tod und Terror entfesseln", beklagte Benedikt. Die Mission der Madonna von Fatima, uns Gott nahe zu bringen, gehe also weiter. Denn die Menschheit sei bereit, "ihre heiligsten Bande auf dem Altar des engstirnigen Egoismus der Nation, der Rasse, der Ideologie, der Gruppe, des Individuums zu opfern."

Benedikt erklärte den Pilgern aber auch, sie müssten nicht neidisch auf die drei Hirtenkinder sein. Denn Gott könne sich dem Gläubigen auch in einer "inneren Vision" zeigen. "Dieses Licht in der Seele der jungen Hirten, das von der Ewigkeit Gottes herrührt, ist dasselbe, das sich über die Zeit hinweg immer wieder zeigt und für alle da ist", sagte der Papst in seiner Predigt unter freiem Himmel.

Zu der mit einer Marienprozession eingeleiteten Messe waren nach portugiesischen Schätzungen etwa eine halbe Million Pilger geströmt - ein Rekord für die Wallfahrtsstätte, die Benedikts Vorgänger Johannes Paul II., ein glühender Marienverehrer, sogar dreimal besucht hat.

"Viva o Papa!"
In seinen Grüßen sprach Benedikt den Katholiken Mut und Hoffnung zu. Den deutschsprachigen Pilgern sagte er: "Auch heute ruft uns die Muttergottes hier in Fatima zum Gebet für die Bekehrung der Sünder und den Frieden in der Welt auf." Unter den Fahnen, die Pilger auf dem Platz schwenkten, waren auch deutsche, bayerische und Schweizer Farben zu sehen. Benedikt war bereits am Mittwoch von Zehntausenden Menschen begeistert empfangen worden, als er vor der Marienstatue in der Erscheinungskapelle beten wollte. "Viva o Papa"-Rufe erschallten.

Fatima war das Hauptziel des viertägigen Portugal-Besuchs des Pontifex. In der kleinen Gemeinde jährte sich die erste Marienerscheinung, die die Hirtenkinder 1917 dort gehabt haben wollen. Ratzingers Vorgänger Johannes Paul II. hatte das sehr düstere dritte von drei Geheimnissen, die von der Muttergottes an die Kinder weitergegeben worden sein sollen, ganz klar auf sich bezogen: 1981 - ebenfalls am 13. Mai - überlebte der polnische Papst wie durch ein Wunder ein Attentat. In Dankbarkeit brachte er der Madonna in Fatima bei seinem dritten Besuch der Wallfahrtsstätte die Kugel mit, die der Attentäter Mehmet Ali Agca auf ihn geschossen hatte. Sie wurde dann in die Krone der Marienstatue eingefügt.

"Eingebungen des Bösen nicht nachgeben"
Benedikt gedachte in der Kapelle seines polnischen Vorgängers und bedankte sich für die "unsichtbare Hand", die den Tod von Johannes Paul II. beim Anschlag verhindert habe. In der Dreifaltigkeitskirche von Fatima drückte der Papst die Hoffnung aus, dass die "Kirche von heiligen Priestern erneuert werden möge". Die Priester rief er auf, bei ihrer Berufung nicht nachzulassen und den "Eingebungen des Bösen" nicht nachzugeben. Mahnende Worte konnten zweifelsfrei auf den großen Missbrauchsskandal bezogen werden: "Viele unserer Brüder leben, als ob es kein Jenseits gebe, ohne sich um ihr ewiges Heil zu sorgen."

Das vom portugiesischen Parlament verabschiedete Gesetz für eine Homosexuellen-Ehe ist indessen bei offiziellen Gesprächen des Papstes in Lissabon offenbar ausgeklammert worden. Das Thema habe weder in der Begegnung Benedikts XVI. mit Staatspräsident Anibal Cavaco Silva noch bei einem Treffen mit Ministerpräsident Jose Socrates eine spezifische Rolle gespielt, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi in Fatima vor Journalisten. Das Gesetz, das gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften zivilrechtlichen Ehen praktisch gleichstellt, wurde kürzlich auf Initiative der sozialistischen Regierung unter Socrates beschlossen und liegt jetzt zur Unterzeichnung bei Cavaco Silva. Die katholische Kirche steht dem Vorhaben ablehnend gegenüber.

(apa/red)

13.5.2010 17:03
EURAMIS, 13. 05. '10 22:13
Die Kirche ist unbesiegbar!
Die Kirche ist unbesiegbar,die kriminellen versuchen die Kirche mit Dreck zu verschmutzen, weil Menschen nicht unterscheiden können. Leider sind manche bekannte Priester die Hauptwerkzeuge der Atheisten, aber die Kirche überlebt nicht abhängig von manchen Priestern, sonder sie bleiben Jesus Christus treu! Ein Priester, der kein Vorbild ist, in Worten und Taten, ist das Schlimmste, das es auf Erden gibt. Ein Christ ohne Christus. Jesus sagte: "Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns." Ein Priester, der Gottes Wort umgeht, um Menschen zu gefallen, der wird ungeheurlich. zB.: Wie können manche Priester die Homo-Ehe befürworten, wenn Gott, Jesus, die Aposteln diese Sache scharf verurteilen. Aber unter "Nächstenliebe", "Gottes Liebe" und "Toleranz" wird das unterm Teppich gewischt.
different-view, 13. 05. '10 19:35
400.000 dumme Schafe
die Menschen lernen nichts dazu. 400000 Idioten, die zum Verbrechen beitragen.Nichts als hohl in der Birne, total verblödet! Die Menschen werden immer dümmer...
Dofitech, 13. 05. '10 20:30
Re: 400.000 dumme Schafe
Und der Dümmste von allen bist Du