Tory-Chef rückt Downing Street näher:
Cameron könnte Brown als Premier folgen
- Gespräche zwischen Labour und Liberalen gescheitert
- Spekulationen zu Rücktritt von Brown als Premier
·Brown will bis Herbst sein Amt niederlegen
"Formelle Gespräche" mit Liberalen über Koalition
·Anzeichen für neue britische Regierung
Tories und Liberale sind sich in Grundzügen einig
·Hunderte konnten Stimme nicht abgeben
Britische Wahl: "Das ist ein absoluter Skandal"
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Zuletzt schaffte 1974 keine Partei die Absolute
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zu Wahlniederlage
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Britischer Politiker liefert sich Straßenschlägerei
·Zwischen Charlie Brown & Hundefleisch
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über die britische Insel?

In Großbritannien deutet immer mehr daraufhin, dass der Konservative David Cameron als neuer Premierminister die nächste Regierung führen wird - vermutlich in einer Koalition mit den Liberaldemokraten. Einem Bericht der BBC zufolge platzten am Dienstagabend alternative Koalitionsgespräche zwischen den Liberalen und der Labour-Partei. Das würde bedeuten, dass Labour nach 13 Jahren die Macht an die Tories abgeben und Premierminister Gordon Brown das Amt übergeben muss. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür allerdings nicht.
Labour arbeite an einer Erklärung, dass die Gespräche mit den Liberalen von ihrer Seite zu Ende seien, berichtete die BBC. Die Gespräche würden "zu keinem Ergebnis führen", zitierte die BBC einen Regierungsvertreter. Auch der Sender Sky News meldete, dass die Verhandlungen zwischen Labour und den Liberalen niemals richtig in Gang gekommen seien. Weder das Büro von Premierminister Gordon Brown noch ein Vertreter der Labour-Partei wollten die Berichte zunächst kommentieren.
Gleichzeitig gingen die Gespräche zwischen den konservativen Tories und den Liberalen weiter, am Abend standen noch Fraktionstreffen der Liberalen und der Tories an. Roger Roberts, ein früherer Lib Dems-Führer in Wales, sagte der BBC mit Blick auf die Aufnahme formaler Koalitionsgespräche, es könnte eine Entscheidung vor 22.00 Uhr MESZ gefällt werden. Die Konservativen waren bei der Wahl am Donnerstag stärkste Kraft geworden, brauchen aber auch die Unterstützung der Liberalen oder müssen sich von kleineren Gruppen dulden lassen. Labour hatte bei der Wahl eine schwere Schlappe eingesteckt. Auch die Liberalen hatten Sitze abgeben müssen.
Brown packt die Koffer
Spekulation blieben Medienberichte, dass der Rücktritt von Gordon Brown als Premier unmittelbar bevorstehe. Brown hatte am Tag zuvor angekündigt, als Labour-Chef aufhören zu wollen, erst aber noch eine Koalition seiner Partei mit den Liberalen auf den Weg zu bringen. Die BBC berichtete, dass am Amtssitz von Brown in der Downing Street bereits große Umzugstaschen in Regierungswagen gepackt würden.
Am Dienstag äußerten sich auch mehrere Labour-Abgeordnete ablehnend, weiter an der Regierung zu bleiben. Eine "Koalition der Verlierer" könne zu einem Desaster für Labour werden, sagte der frühere Innenminister David Blunkett. Labour-Bildungsstaatssekretärin Diana Johnson betonte, eine rot-gelbe Koalition hätte immer noch nicht die Mehrheit im Parlament und damit nicht genug Unterstützung. Ein hochrangiger Politiker der Liberalen erklärte, dass eine Koalition mit den Tories die bessere Option sei. Das Angebot der Konservativen sei "das einzige gute Geschäft". (apa/red)
