Samstag, 15. Mai 2010

Ein Bekenntnis zu Europa und Demokratie:
Österreich feiert 55 Jahre Staatsvertrag

  • Faymann: Auf "Fundament von 1955 weiterbauen"
  • Promis wie Prohaska und Anna F. bei Feier dabei

Zur Feier des 55. Jahrestags der Unterzeichnung des Staatsvertrags haben sich die Mitglieder der derzeitigen sowie vorangegangener Regierungen am Schauplatz des Geschehens, dem Oberen Belvedere, eingefunden. Bundeskanzler Werner Faymann sprach sich in seiner Rede dezidiert für ein gemeinsames Europa aus, da "viele Fragen des friedlichen Zusammenlebens nicht mehr nur auf nationaler Ebene lösbar sind". Zugleich strich er eine demokratische und antifaschistische Grundhaltung als wesentliches Fundament für die Zweite Republik hervor und lobte die "Suche nach dem gemeinsamen Nenner" als typisch für den "besonderen österreichischen Weg".

Das "Friedensprojekt Europa" dürfe laut Faymann nicht als "selbstverständlich" angesehen werden. Noch vor zwei Generationen habe es blutige Konflikte zwischen jetzigen EU-Staaten gegeben, während heute oft "nächtelang diskutiert wird": "Europa ist gelebter Kompromiss", so der Kanzler nicht zuletzt in Hinblick auf die jüngste Euro-Rettungsaktion. Man müsse sich deshalb aber nicht alles "schönreden", es gäbe noch genug Fragen zu lösen, so der Kanzler, etwa wie "wir mehr an Gerechtigkeit, an wirtschaftlicher Stabilität" erreichen und den jungen Menschen "glaubwürdig Freiheit und Demokratie vorleben" können.

Österreich müsse auf dem Fundament von 1955 "weiterbauen, für mehr Sicherheit, Gerechtigkeit und Chancengleichheit". Die Unterzeichnung des Staatsvertrags sowie das Bekenntnis zur Demokratie in der zweiten Republik sind als Kernstücke einer auf Freiheit gebauten Gesellschaftsordnung anzusehen, so Faymann, der auch auf die heutige Bedeutung hinweist. Auch die Neutralität habe mitgeholfen, "Österreich mit Perspektive als Land des Friedens zu entwerfen", wobei diese nicht passiv, als aktive Rolle zu verstehen sei. Als solche müsse auch der Friedenseinsatz des Bundesheeres im Ausland angesehen werden.

"Nicht aufhetzen" lassen
Das Eingeständnis einer Mitschuld vieler Österreicher am Angriffskrieg war laut dem Bundeskanzler eine wesentliche Voraussetzung für den Staatsvertrag, sowie "ein Bekenntnis gegen politische Gewalt und Rassismus und für Antifaschismus". An die jungen Menschen appellierte er, sich "nicht aufhetzen" zu lassen, und verurteilte die pauschale Herabwürdigung von bestimmten Gruppen. Das Gemeinsame müsse immer vor das Trennende gestellt werden, so der Bundeskanzler, der die Unterzeichnung des Staatsvertrags als Beginn "eine neue und glückliche Epoche für die Geschichte unseres geliebten Heimatlandes" bezeichnete.

Das Rahmenprogramm des Festaktes wurde auf musikalischer Seite von einem "alliierten Steichquartett" der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien gestellt. Die Moderation des Festaktes sowie einer anschließenden Diskussionsrunde mit dem ehemaligen Staatssekretär Ludwig Steiner, der Fußballlegende Herbert Prohaska und der Musikerin Anna F. leitete Danielle Spera.

(apa/red)

15.5.2010 13:27
derpradler, 16. 05. '10 10:49
Erstaunlich,
daß ein Bundeskanzler ungestraft so an der Wahrheit vorbei reden darf. Österreich hat man defacto der Globalisierung geopfert. Was würde Figl wohl sagen, wenn er wüßte, daß das "Österreichische Heer"" in den Boutles Groups unter "Deutscher" Führung, in Afrika Handelskriege führen soll?!, daß Brüssel unsere Finanzen beeinspruchen kann und die Todestrafe einführen kann..........usw.
interzona, 16. 05. '10 03:51
.......feiern?
Hauptsache er bekennt sich zum Antifaschismus!!!!!
MyHomebound, 16. 05. '10 13:21
Re: .......feiern?
Wäre besser gewesen, er hätt geschwiegen, weil wenn er nicht mehr als o.a. zu sagen hat und damit 99 % der Österreicher verarscht find ich es sehr traurig, wenn so jemand das Wort DEMOKRATIE überhaupt sich in den Mund nehmen getraut.
Vasant, 15. 05. '10 22:19
Was bitte sollen wir feiern?
Wir haben Politiker wie Häupl, Faymann, Darabos, Pröll
Senior, Pröll Junior usw.!!!! Also was bitte haben wir da
zu feiern? Mit denen hast maximal etwas zu lachen!

Die EU und der Euro geben uns den Rest und unsere
Freiheit haben wir bzw. unsere Politiker an Brüssel im
Paket verschenkt und einige unserer Unternehmen
gleich dazu!

Wir sollten eigentlich eine offizielle Trauerfeier
zelebrieren, anstatt hier große Freude versuchen
zu "verkaufen" werte Politiker!


Meine Meinung!
MyHomebound, 15. 05. '10 21:01
55 J STV - Österreich WAR frei
Wenn Personen wie Faymann (und Kosorten) ein BEKENNTNIS u.a. zur DEMOKRATIE im Rahmen einer (ach wie klingt das eklig) FEIER abgeben ist das EIN SCHLAG INS GESICHT der ÖSTERREICHER und ÖSTERREICHERINNEN!!!!
Das einzige was ehrlich war = das Bekenntnis zur EnteignungUnion.
Können unsere Politiker uns noch ins Gesicht sehen ohne sich zu schämen, fall diese wissen, was das Wort bedeutet..
mundl66, 15. 05. '10 12:31
Österreich is frei !
Beim Oasch Herr Koal.
Mi dadat intaressian wos de zum Feian hättn de Politik- Wiaschtl Wama.
Wia san varodn, vakauft, ausgsaugt und pfeifn ausn letztn Loch.
erich122, 15. 05. '10 17:10
Re: Österreich is frei !
Was der Lächler überhaupt was er da feiert? Österreich war a zeitlang frei, jetzt san ma wieder unter Kuratell der EU , also Lächler geh ham und feier in die 4 Wänd denn von all dem hast eh ka Ahnung., Viel zu jung um mitreden zu können.
donalonsoildefonso, 15. 05. '10 11:20
Naja
.. die Alliierten sind wir los, dafür haben wir jetzt unsere Politiker im Genick !! Bleibt nur die Frage was das kleinere Übel ist !!
erich122, 15. 05. '10 17:06
Re: Naja
Na das kleiner Übel san die Politiker sicher, aber wie werden wir diese Übergscheiten los? Mit an Staatsvertrag gehts nit , in Pension schicken, zahl ma halt die hohen Pensionen , aber los san mas. Hab heut wieder gelesen der BP bekommt mehr Gage als Obabma? Ja wo san ma denn ? in ana Banenrep. oder ar im Weltall. Na sowas gibts doch nicht, unser BP bekommt wegen de paar Hanseln mehr als Obabma mit hunterte Millionen Leit.