Samstag, 15. Mai 2010

Tierhasser treibt in Oberösterreich sein Unwesen: Labrador an Vergiftung gestorben

  • Blindenhund erleichterte 26-jähriger Frau ihr Leben
  • Attentat verursachte "Sachschaden" von 30.000 Euro

Ein Blindenhund dürfte in Grünburg (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich das weitere Opfer eines dort umtriebigen Tierhassers geworden sein. Wie die Polizei mitteilte, gehe man derzeit davon aus, dass es sich um den selben Täter handle, der in den Wochen zuvor schon fünf Hunde vergiftet hatte. Der tote Labrador war ein ausgebildeter Blindenhund. Sein Wert wird aufgrund der kostspieligen Schulungen mit etwa 30.000 Euro beziffert.

Der vierjährige Labrador war für seine blinde 26-jährige Besitzerin von großer Bedeutung, um den Alltag meistern zu können. Als sich der Hund auffällig verhielt, rief man einen Tierarzt zu Hilfe. Dieser stellte Herzrhythmus-Störungen bei der Hündin fest. Nur wenige Stunden später war das Tier tot. Bei einer anschließenden Untersuchung wurden schwere Blutungen im Bauchraum festgestellt. "Ein Indiz, das typisch für Strychnin ist", erklärte eine Tierärztin auf Anfrage der APA. "Das Rattengift lässt ein Tier innerlich verbluten." Ein Gegenmittel in diesem Sinne gibt es nicht. Mit Hilfe von Infusionen und der raschen Zugabe von Vitaminpräparaten könne höchstens versucht werden, das Gift auszuschwemmen und die Blutungen zu stoppen.

Vier der Hunde konnten so nach dem Fressen der Giftköder noch gerettet werden. Bei einem zehn Wochen alten Welpen kam jede tierärztliche Hilfe zu spät. Dessen Herrchen setzte nach dem Giftanschlag eine Belohnung von 2.000 Euro auf die Ergreifung des Schuldigen aus.

Ob der Labrador tatsächlich durch Rattengift starb, sollen Laborbefunde klären. Laut Polizei ist ein Zusammenhang mit den bisherigen Gift-Vorfällen sehr wahrscheinlich. Ebenso würden derzeit viele Hinweise aus der Bevölkerung einlangen. Vorerst verliefen alle Nachforschungen im Sand. "Derzeit wird jeder abendliche Spaziergänger in dieser Gegend von den Hundebesitzern argwöhnisch beobachtet und verdächtigt", meinte ein Polizist im Gespräch mit der APA.

(apa/red)

15.5.2010 17:15
MyHomebound, 16. 05. '10 10:16
Tierhasser vergiftet Blindenhund
Es ist erschütternd wieviele KRANKE Typen in Österreich (und auf der ganzen Welt) herumrennen, die zu so was fähig sind. Nicht nur, daß ein diese Hunde eine LEBENSHILFE und -NOTWENDIGKEIT im Leben solcher Menschen sind, sind sie auch echte PARTNER in einer "dunklen Welt". Man kann nur hoffen, daß nicht noch mehr Tiere durch den Perversling zu Schaden kommen (es kann ja auch Kinder treffen, das sie das Gift erwischen), vor allem aber hoffe ich, daß dieser Schädling bald erwischt wird.