50-jähriger Mann mit dem Messer ermordet:
Streit zwischen zwei Nachbarn endet tödlich
- Blutverschmierter Täter will sich nur verteidigt haben
- Das Motiv der Tötung ist bislang noch nicht geklärt

In Wiener Neustadt hat ein Streit unter Nachbarn tödlich geendet. Ein 50 Jahre alter Mann kam in seiner Wohnung durch eine Vielzahl von Messerstichen ums Leben. Als Tatverdächtiger gilt laut Mordgruppe des Landeskriminalamtes NÖ ein 28-Jähriger aus Honduras. Er habe das Verbrechen zugegeben, will sich jedoch verteidigt haben. Das Motiv war vorerst nicht restlos geklärt, das Ergebnis der Obduktion des Opfers stand noch aus.
Der mutmaßliche Täter war am Freitag gegen 22.10 Uhr auf dem Gehsteig am Baumkirchnerring in Wiener Neustadt mit blutverschmiertem Gesicht von einer Passantin aufgefunden worden. In seiner unmittelbaren Nähe wurde ein ebenfalls blutverschmiertes Messer sichergestellt. Die umgehend alarmierte Polizei entdeckte im Zuge der Erhebungen an der Tür einer versperrten Wohnung ebenfalls Blut.
Mit Unterstützung der Feuerwehr wurde in der Folge durch ein offenes Fenster in die Räumlichkeiten im zweiten Stock (richtig) eingestiegen, berichteten die Kriminalisten weiter. Im Vorraum lag leblos ein Mann. Seitens der Rettungskräfte war nur mehr der Tod des 50-Jährigen festzustellen. Die Leiche habe eine Vielzahl an Messerstichen am Oberkörper aufgewiesen.
Messer zum eigenen Schutz
Der Verdächtige gab bei der Einvernahme, zu der ein Dolmetscher herangezogen werden musste, an, seinen Nachbarn zwecks Aussprache aufgesucht zu haben, teilte ein Ermittler mit. Die spätere Tatwaffe, ein Messer, will er zum eigenen Schutz mitgenommen haben. Im Vorraum der Wohnung kam es in der Folge zu einer Auseinandersetzung, die für den 50-Jährigen tödlich endete. Der mutmaßliche Täter gab zu Protokoll, dass er sich verteidigt habe. Der Nachbar hätte auf ihn eingeschlagen.
Der Zentralamerikaner dürfte nach der Bluttat aus einem Fenster gesprungen sein. Er habe sich dabei lediglich an einer Hand und möglicherweise an den Rippen verletzt, hieß es seitens der Ermittler. Ein mögliches Motiv der Tat könnte in krankhafter Eifersucht des 28-Jährigen liegen. Der Verdächtige sollte noch am Donnerstag in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert werden.
(apa/red)
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