Burgenlands Bischof stellt Zölibat in Frage:
Paul Iby glaubt an Vorteile einer Aufhebung
- Bischof: "Wir würden uns bei Seelsorge leichter tun"
- Amtskollegen wollen Vorschlag nicht kommentieren

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Der burgenländische Bischof Paul Iby stellt den Pflichtzölibat infrage. "Es wäre für die Weltpriester sicher eine Erleichterung, wenn der Pflichtzölibat aufgehoben würde.", zeigte sich der 75-Jährige, der im Jänner sein Rücktrittsgesuch eingericht hatte, überzeugt. Iby würde es sehr begrüßen, wenn man die Priesterweihe verheirateter Männer zulassen würde.
Iby verwies im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Presse" auf die zahlreichen verheirateten Diakone: "Wenn man die zu Priestern weihen könnte, würden wir uns angesichts des Priestermangels viel leichter in der Seelsorge tun. Es sollte jedem Priester anheimgestellt werden, ob er freiwillig zölibatär lebt oder mit einer Familie."
Priesterweihe auch für Frauen?
Zum Thema der Priesterweihe für Frauen erklärte Iby, dies sei zwar "in unserer Kirche" jetzt kein Thema. "Mittelfristig müsste das aber überlegt werden."
Iby hatte im Jänner dieses Jahres anlässlich seines 75. Geburtstags sein Rücktrittsgesuch in Rom eingereicht. Dieses wurde von Papst Benedikt XVI. "nunc pro tunc" ("jetzt für später", Anm.) angenommen. Der Rücktritt des burgenländischen Oberhirten werde zu einem noch offenen Zeitpunkt wirksam.
Amtskollegen: "Kein Kommentar"
"Kein Kommentar" zum Vorschlag von Iby gibt es von dessen Amtskollegen. Man verweist auf eine "Kommunikationsvereinbarung", wonach man die Aussagen eines anderen Bischofs nicht kommentiere.
(apa/red)
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