Wolke könnte Sonnenstrahlen blocken: Vermiest uns die Vulkanasche den Sommer?
- Bei dichter Wolke "könnte es Auswirkungen geben"
- Experte: Temperatur fällt "um ein bis drei Grad"
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Der Mai ist da und mit ihm die warmen Temperaturen. Einziger Wermutstropfen: Der Vulkan Eyjafjallajökull speit nach wie vor Asche und diese Tatsache könnte auch das Sommerwetter in Österreich beeinflussen. Doch wird die Aschewolke dem Badewetter wirklich einen Strich durch die Rechnung machen? "Wir wissen noch gar nicht, ob die Aschewolke im Sommer noch existiert", beruhigt Herbert Gmoser von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). "Derzeit kommt nur stark verdünnte Asche nach Österreich", so der Wetterexperte.
Eine fixe Prognose in Bezug auf den Sommer hält Gmoser für schwierig:
"Wir wissen nicht, welche Konzentration und welche Ausbreitung die Wolke haben wird."
Experte: "Könnte Auswirkungen geben"
Fest steht allerdings: "Wenn die Wolke sehr dicht ist, wird die direkte Sonneneinstrahlung ein bisschen geblockt und zurückgestrahlt", betont der Leiter der Fachabteilung für Wettervorhersage. "Würde sich die Wolke auch über Österreich befinden, könnte es Auswirkungen geben, die wir aber als gering einschätzen", beschwichtigt er. Die Temperaturen würden dann um "maximal ein bis drei Grad" schwanken, so Gmoser.
Wohin es die Aschewolke zieht
Die Aschewolke steigt zur Zeit in eine Höhe von rund 4,5 Kilometer. Unmittelbar betroffen ist vor allem der Südwesten Europas, erklärt der Wetterexperte. Nach Österreich wird stark verdünnte Asche herantransportiert. In 3.000 Meter Höhe sind die Aschepartikel nur "sehr gering bis gar nicht" vorhanden. In den nächsten Tagen zieht die Wolke voraussichtlich von Südwesten her in weitem Bogen über den Atlantik.
Durchschnittlicher Sommer erwartet
Die derzeitigen Langzeitprognosen bescheinigen einen durchwegs durchschnittlichen Sommer. "Der Sommer wird eher normal sein", gibt der Experte Auskunft. Im Juni könnte es allerdings eine Spur kälter sein als im Juli.
Das Badewetter lässt laut ZAMG nicht mehr allzu lang auf sich warten.
"Wir gehen davon aus, dass an diesem Wochenende die tiefsten Werte erreicht sind und die Temperaturen dann wieder steigen", prognostiziert Gmoser.
(pc)
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