"Keine Alternative zum Euro": EU-Kommisar
Hahn fordert rasches und geeintes Handeln
- Ausschluss Griechenlands wäre" falsches Signal"
- EU-Finanzminister beraten über Euro-Notfallfonds

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EU-Regionalkommissar Hahn sieht "keine Alternative zum Euro". Gegen die Währung seien derzeit offensichtlich Attacken im Gange, die ein rasches und konsolidiertes Agieren der gesamten EU erforderlich machten, sagte Hahn.
Eine solche Situation "hat es seit Existieren der Europäischen Union und ihrer Vorgänger-Organisationen nicht gegeben", sagte Hahn in der ORF-"Pressestunde". Die Kritik, die EU-Kommission habe negativen Entwicklungen in einzelnen Mitgliedsländern zu lange tatenlos zugesehen, wollte der Kommissar nicht gelten lassen. Die Kommission habe das Problem schon lange vor der Krise erkannt und darauf hingewiesen, "aber da war eine gewisse Zurückhaltung der Mitgliedstaaten".
In der Kommission gebe es schon lange den Wunsch, dass sich das europäische Statistikamt Eurostat die Budgetzahlen der EU-Staaten möglichst frühzeitig ansehen könne - dafür biete die Krise jetzt eine Chance. Die beschlossenen Milliarden für Griechenland seien ein Kredit, "und den Griechen wird dafür auch etwas abverlangt".
Hahn: Ausschluss wäre falsch
Von einem Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone hält Hahn nichts. Auch den Vorschlag, Defizit-Sünder künftig von Förderungen auszuschließen, "hielte ich für das falsche Signal". Aber man sei ja noch nicht am Ende der Diskussion angelangt.
Für Österreich sei der Beitritt zur EU und zur Eurzone jedenfalls eine richtige Entscheidung gewesen, ist Hahn überzeugt. "Ob wir jetzt den Euro gehabt hätten oder nicht, wir hätten uns auf jeden Fall genauso wie die anderen Länder mit der griechischen Krise beschäftigen müssen."
(apa/red)
