Pläneschmieden zur Verteidigung des Euro:
Staatschefs sagen der Spekulation Kampf an
- Sondergipfel unter der Führung von Silvio Berlusconi
- Kritik an zögerlicher Unterstützung für Griechenland
·"Geld wird wieder
zurückkommen"
Laut Ökonom Breuss ist
Athen-Hilfe alternativlos
·Griechenland-Hilfe unter Dach und Fach
EU-Staaten einigen sich über Milliarden-Paket
·Erste Todesopfer
bei Protesten in Athen
Streik außer Kontrolle:
Drei Menschen gestorben
·Josef Pröll steht zu Griechen-Finanzhilfe
BZÖ und FPÖ leisten Widerstand im Parlament
·"Die sollen ein paar Inseln verkaufen"
VIDEO-Umfrage: 2,28 Mrd. Hilfe für Griechen
·Experten nehmen Budget in die Mangel
Warnung: Konsolidierung nicht zu früh starten
·Martin Graf muss sich
keine Sorgen machen
Nationalratspräsidenten bleiben unabsetzbar
·Buwog: Grüne fordern
einen U-Ausschuss
Zählen auf Unterstützung
von Opposition und SPÖ
·War Griechenland
etwa erst der Anfang?
Faymann schließt weitere
Finanzhilfen nicht aus

Europa läuft die Zeit davon. Um dem Euro noch vor der Öffnung der asiatischen Börsen am Montag wieder mehr Stabilität zu verleihen, treffen sich heute die Staatschefs der 16 Euro-Länder unter der Führung von Italiens Premier Silvio Berlusconi. Beim Sondergipfel sollen Mechanismen diskutiert und beschlossen werden, die den Euro gegen Spekulationen verteidigen sollen.
Der Gipfel soll die EU-Finanzchefs beauftragen, noch vor der Öffnung der asiatischen Märkte am Montag ein klares Signal für die Eurozone zu setzen. Hintergrund ist offenbar ein befürchteter massiver Verkauf europäischer Staatsanleihen auf den internationalen Märkten.
Berlusconi rief die Teilnehmer des Euro-Gipfels zu einem verantwortungsvollen Handeln auf. Er sprach von einer "Notsituation", daher müssten Entscheidungen getroffen werden.
Entschlossene Euro-Länder
Bereits zuvor hatte EU-Ratspräsident Van Rompuy versichert, für die Stabilität und die Integrität der Eurozone zu sorgen. Die Eurozone sei derzeit mit einer "schwerwiegenden Lage" konfrontiert, so der Belgier. Alle 16 Staats- und Regierungschef der Euro-Länder seien sich darin einig, "dass die ganze Palette der Möglichkeiten genutzt wird, um die Stabilität der Eurozone zu gewährleisten."
Kritische Worte kamen indes aus dem ebenfalls hoch verschuldeten Spanien. "Schon vor drei Monaten war klar, wie die Situation Griechenlands war", beklate der frühere spanische Ministerpräsident Felipe Gonzalez. Mit Blick auf die Entscheidung der Eurostaaten, Griechenland bis zu 80 Milliarden Euro Kredite zukommen zu lassen, sagte der Spanier: "Diese Entscheidung hätte man schon vor drei Monaten fällen können. Drei Monate, in denen Europa leistungsfähiger hätte sein können."
(apa/red)
