Donnerstag, 6. Mai 2010

Griechenland stürzt ins totale Streik-Chaos:
Massive Proteste gegen eisernen Sparkurs

  • Parlament hat dem Maßnahmenpaket zugestimmt
  • Präsident Papoulias sieht sein Land "am Abgrund"

Einen Tag nach dem Tod von drei Menschen bei den Unruhen in Athen sind die Bankangestellten in Griechenland in den Streik getreten. Sie protestieren damit gegen die Brandstiftung, der drei Kollegen zum Opfer fielen. Aber damit nicht genug: Auch die beiden großen Gewerkschaftsverbände GSEE für die private Wirtschaft und ADEDY für den öffentlichen Dienst kündigten für den frühen Abend eine Demonstration vor dem Parlament an. Die kommunistische Gewerkschaft PAME wollte zur gleichen Zeit auf einem anderen Platz in der Hauptstadt demonstrieren. Unterdessen hat das griechische Parlament dem Sparprogramm zugestimmt.

Das Parlament stimmte über das umfangreiche Sparpaket zur Konsolidierung der maroden Staatsfinanzen ab und billigte die Pläne. Das Paket mit Steuererhöhungen und Lohnkürzungen wurde mit den Euroländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Gegenzug für Kredithilfen in Höhe von 110 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre ausgehandelt. Eine Zustimmung galt bereits vorab als wahrscheinlich, denn die sozialistische PASOK-Partei von Regierungschef Giorgos Papandreou hält 160 der 300 Mandate im Parlament.

Umfassendes Sparprogramm
Das Sparpaket sieht eine Vielzahl von Maßnahmen mit einem Volumen von mindestens 30 Milliarden Euro bis Ende 2013 vor. Zu den ersten Schritten bis Mitte 2010 gehören eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte, die Anhebung der Steuern auf Treibstoff, Tabak und Alkohol sowie Kürzungen für Beschäftigte und Pensionisten im öffentlichen Dienst. Die Verabschiedung des Sparpakets ist Bedingung für die Bereitstellung von Krediten der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von insgesamt 110 Milliarden Euro.

Griechische Krise fordert erste Tote
Am Mittwoch war es nach einer friedlichen Großkundgebung gegen das umstrittene Sparprogramm zu Ausschreitungen und Brandanschlägen auf Banken gekommen. Zwei Frauen im Alter von 32 und 35 Jahren und ein 36-jähriger Mann starben in einer brennenden Bankfiliale. Die 32-Jährige war im vierten Monat schwanger. Vergeblich hatten die drei Bankangestellten versucht, sich auf das Dach des mehrgeschossigen Gebäudes zu retten. Sie atmeten giftige Gase ein und fielen in Ohnmacht.

"Am Rande des Abgrunds"
Nach den gewaltsamen Ausschreitungen steht Griechenland nach Auffassung von Präsident Karolos Papoulias "am Rande des Abgrunds". Er habe keine Worte, um seinen Schmerz und seinen Zorn angesichts der Todesfälle auszudrücken, sagte Papoulias in einer Erklärung. Die drei Bankmitarbeiter seien Opfer "abstoßender Gewalt" geworden. Eine der beiden ums Leben gekommenen Bankangestellten war nach Angaben von Kollegen schwanger.

"Es ist die Verantwortung von uns allen, nicht in die Leere zu fallen", erklärte Papoulias - auch mit Blick auf die maroden Staatsfinanzen in Athen. Die Rolle des Präsidenten ist in Griechenland eher repräsentativer Funktion, wird aber auch als Garant der Institutionen wahrgenommen.

(apa/red)

6.5.2010 18:00
galileo2, 06. 05. '10 16:15
schmeißt-as raus
dieses linke Gesindel. man sollte sie rausschmeißen diese Betrüger u Schmarotzer, die liegen den tüchtigen nur auf der tasche.
Ich würde überhaupt zwei gruppen einführen in der eu, die Hartwährungsländer u die Weichwährungsländer, dann können die Weichwährungsländer den tüchtigen nicht auf der tasche liegen.
autonom, 06. 05. '10 16:01
Wieviel Schwachsinn wird hier noch gepostet?
Griechenland oder auch Österreich haben nicht deshalb Probleme weil die "kleinen Leute" zu viel zahlen, sondern deshalb weil das von den Sozialisten eingeführte Sozialsystem rücksichtslos ausgenützt wurde. Familienbeihilfe, Pflegegeld, gratis-Schulbus, kostenlose Schulbücher, Ausgleichszulagen für sogenannte "Mindestrentner" die bei weitem nicht die Pensionsversicherung einbezahlt haben die sie herausbekommen, Kunstförderungen für jeden Blödsinn der weit entfernt von jeglicher Kunst ist, Sozialversicherung für 10-köpfige Ausländerfamilen bei denen ein Hilfsarbeiter ein Minimum an Sozialversicherungsbeitrag einbezahlt, und, und,und. Diese Liste wäre endlos fortzusetzen. Wer soll das bezahlen? Und wenn dann eines Tages der große Crash kommt sind alle anderen schuld.
galileo2, 06. 05. '10 16:17
Re: Wieviel Schwachsinn wird hier noch gepostet?
wie recht du hast mit deinen zeilen, doch leider liest dies hier kein politiker.
mundl66, 06. 05. '10 16:18
Re: Wieviel Schwachsinn wird hier noch gepostet?
Das ist richtig! Versagt haben aber die Politiker. Die müssen sagen " es geht nicht mehr und wir können uns das nicht mehr leisten"
Zahlen müssen es die Massen.
Es ist leichter von 1000 Personen 1 € zu bekommen als von 1 Gstopften 1000 €
Musician, 06. 05. '10 15:12
Lebensunwürdiges System
Es sind immer wir "kleinen " Leute, die zahlen dürfen. IMMER. Und die "großen" kassieren immer mehr und immer weiter, ohne Steuer, ohne Rechenschaft.

Wann erheben sich endlich die Völker des Westens und machen dem trauerspiel den Gar aus?

Die sanfte Methode war noch nie die Gunst der Stunde wenns um Veränderung ging. Der einzige Widerstand der dieses System noch am leben erhält ist in unseren Köpfen so abgrundtief verankert, dass wir unerträgliche Angst vor etwas neuem haben. Die Chance steht 50:50 dass es besser wird, wenn dieses Sytem nicht mehr genährt wird, genährt von unserer Angst, und der Ohnmacht die sie uns mit allen mitteln einbleuen.

Wenn sich nicht bald etwas ändert muss ich weg aus diesem Wahnsinn. Keiner von uns "kleinen" lebt tatsächlich wie er leben könnte.
Musician, 06. 05. '10 15:15
Re: Lebensunwürdiges System
Nämlich ein Leben voller Glück und Zufriedenheit. Stattdessen, müssen wir immer mehr und immer länger arbeiten, immer mehr zahlen und immer weniger verdienen.

Sieht den die breite Masse nicht, dass das ein Loch ohne Boden ist?

Bald platzt die Bombe. Wir können uns vom Osten viel abschauen, aber es wird wehement alles negativisiert was von dort kommt, von wo wo leute noch an etwas glauben und die Familie im vordergrund steht, wo noch zeit ist um gemeinsam zu leben. Wir hier sind doch nur noch Roboter in einer Goldmiene. Wir sind nichts wert. Und so werden wir auch behandelt, jeder, ob ers glauben mag oder nicht. Wenn endlich diese idiotische Selbstverleumdnung aufhören würde.
VÖLKER EUROPAS ERHEBT EUCH!!!!!
mundl66, 06. 05. '10 13:41
Am Rande des Abgrundes
Politiker verdummen die ganze Kohle und das Volk muss sparen. Griechenland hat 11 Mio. Einwohner und 300 Mrd. Schulden. Zum Vergleich Österreich hat 8 Mio. Einwohner und 200 Mrd. Schulden.
Mein Fazit: Wir san gleich NEGA und haben das selbe Problem. Politiker verdummen und wir müssen sparen.

Lieber Hr. Finanzminister! Im Anbetracht der Umstände in Griechenland überdenken sie ihre Sparpläne an uns. Wir wissen Geld ist niemals weg, es hat nur jemand anderer.
Dahingehend sollten sie ihre werten Einsparungsmöglichkeiten richten.

Mein Mitgefühl an das griechische Volk und deren Politikopfer.
wong, 06. 05. '10 14:34
Re: Am Rande des Abgrundes
mehr ist nicht dazu zu sagen, besonders bzgl. der solidarität mit dem griechischen volk und den hinterbliebenen der toten von athen (das war mord, freunde vom schwarzen block!)
Freak40, 06. 05. '10 15:56
Re: Am Rande des Abgrundes
und wer hat das zu verantworten ? wohl der linke Mob
mundl66, 06. 05. '10 16:09
Re: Am Rande des Abgrundes
@ Freak40
glaub ich nicht. Da geht´s net um links oder rechts.
Ich würde auch auf die Strasse gehen wenn die Steuern steigen, das Einkommen sinkt und ich meine Familie nicht mehr ernähren kann. Und das alles wegen Misswirtschaft der Politiker.