Nach tödlichen Krawallen: Griechisches Parlament stimmt über rigides Sparpaket ab
- Präsident: "Unser Land ist am Rande des Abgrunds"
- Weitere Proteste und Streiks sind zu erwarten
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BZÖ und FPÖ leisten Widerstand im Parlament
·Erste Todesopfer
bei Protesten in Athen
Streik außer Kontrolle:
Drei Menschen gestorben
·"Die sollen ein paar Inseln verkaufen"
VIDEO-Umfrage: 2,28 Mrd. Hilfe für Griechen
·Experten nehmen Budget in die Mangel
Warnung: Konsolidierung nicht zu früh starten
·Martin Graf muss sich
keine Sorgen machen
Nationalratspräsidenten bleiben unabsetzbar
·Buwog: Grüne fordern
einen U-Ausschuss
Zählen auf Unterstützung
von Opposition und SPÖ
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etwa erst der Anfang?
Faymann schließt weitere
Finanzhilfen nicht aus
·Bittere Pillen für den
griechischen Patienten
Die Krankenakte eines
dahinsiechenden Landes

Das griechische Parlament stimmt heute über das umfangreiche Sparpaket zur Konsolidierung der maroden Staatsfinanzen ab. Das Paket mit Steuererhöhungen und Lohnkürzungen wurde mit den Euroländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Gegenzug für Kredithilfen in Höhe von 110 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre ausgehandelt.
Eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich, denn die sozialistische PASOK-Partei von Regierungschef Giorgos Papandreou hält 160 der 300 Mandate im Parlament. Es gab wiederholt große Streikbewegungen gegen die Sparmaßnahmen, am Mittwoch kamen bei gewalttätigen Protesten gegen die Kürzungen in der Hauptstadt Athen drei Menschen ums Leben.
"Am Rande des Abgrunds"
Nach den gewaltsamen Ausschreitungen mit drei Toten in Athen steht Griechenland nach Auffassung von Präsident Karolos Papoulias "am Rande des Abgrunds". Er habe keine Worte, um seinen Schmerz und seinen Zorn angesichts der Todesfälle auszudrücken, sagte Papoulias in einer Erklärung. Die drei Bankmitarbeiter seien Opfer "abstoßender Gewalt" geworden. Eine der beiden ums Leben gekommenen Bankangestellten war nach Angaben von Kollegen schwanger.
"Es ist die Verantwortung von uns allen, nicht in die Leere zu fallen", erklärte Papoulias - auch mit Blick auf die maroden Staatsfinanzen in Athen. Die Rolle des Präsidenten ist in Griechenland eher repräsentativer Funktion, wird aber auch als Garant der Institutionen wahrgenommen.
(apa/red)
