Dienstag, 4. Mai 2010

War das erst der Anfang? Faymann will
weitere Finanzhilfen nicht ausschließen

  • Regierung stellt Weichen für Milliardenkredit an Athen
  • Finanzminister warnt vor verheerenden Alternativen
    PLUS: Griechenland bereitet sich auf Megastreik vor

Eben erst hat Europa 110 Milliarden Euro locker gemacht - und schon kommen erste Zweifel auf, ob das reicht, um die europäischen Pleitekandidaten vor dem Ruin zu retten. "Es weiß heute niemand, ob weiteres Löschwasser nötig ist", gibt Bundeskanzler Faymann zu. Löschwasser, für das auch Österreich sorgen müsste.

Die Regierung hat es eilig: Um den österreichischen Anteil am europäischen Hilfspaket für Griechenland rasch bereitzustellen, hat der Ministerrat bereits die Weichen gestellt. Auf knappe 2,3 Milliarden Euro beläuft sich Österreichs Beitrag zur Mammuthilfe der EU - zumindest nach derzeitigem Stand. Sollte Griechenland oder ein anderer europäische Pleitekandidat nämlich mehr Geld benötigen, wird auch Österreich erneut zur Kasse gebeten. Ausschließen will dieses Szenario auch Faymann nicht: "Das kann niemand versprechen", so der Kanzler.

Es sei heute nicht möglich, einen Strich unter die Rechnung zu machen und zu beziffern, wieviel die Krise kostet, so Faymann. Niemand wisse, welche Kraftanstrengungen man noch brauche, um die Schwächen der Eurozone auszugleichen. Spekulation oder Schattenwirtschaft hätten in schwierigen Zeiten mehr Nahrung als in Zeiten von Hochkonjunktur.

Alternative verheerend
Finanzminister Pröll beharrt hingegen auf dem Maximalrahmen von knapp 2,3 Mrd. Euro. "Wir wissen nicht, ob die Mittel zur Gänze abgerufen werden." Die Alternative, also eine Verweigerung der Unterstützung, wäre "verheerend". Aufgrund der Investitionen heimischer Banken in Griechenland hätte Österreich auf einen Schlag "fünf Milliarden zu disponieren gehabt", betont Pröll vor. Dann wäre man "aus dem Retten von Banken in Europa nicht mehr heraus gekommen", bekräftigte Faymann.

Die Griechen werden die Kredite voraussichtlich in vierteljährlichen Tranchen abrufen. Damit verbunden sind vierteljährliche Berichtspflichten und die Einhaltung von Auflagen. Pröll appellierte an Griechenland, die Situation ernst zu nehmen. "Der Geduldsfaden gegenüber den Griechen hängt am seidenen Faden." Dort laufen indes die Vorbereitungen für den landesweiten Generalstreik, der ganz Griechenland lahmlegen soll.
(apa/red)

4.5.2010 15:27
hary1965, 04. 05. '10 21:21
Faymann wieder mal schnell bei der Kohle
Faymann will ohne wenn und aber Milliardenkredite vergeben. Das ist wieder typisch fuer Sozialisten ohne Berufsausbildung, sie wissen nicht woher das Geld kommt, eine Lehre aus der Kreiskyzeit. Natuerlich muessen wir auch mal nachdenken wo die Grenzen sind, oder versteht Faymann nicht dass auch Oesterreich hoch verschuldet ist und in wenigen Jahren uns das selbe droht? Soweit kann Faymann nicht denken, das Geld kommt vom Bankomat wahrscheinlich. Sozialisten und Wirtschaftsfragen ist wirklich ein Gegensatz
kamilo40, 04. 05. '10 22:22
Re: Faymann wieder mal schnell bei der Kohle
Jetzt auf einmal ist der Faymann schuld an dem desaster,
habe geglaubt Pröll ist der Finanzminister, oder ist er nur Proforma,uns Steuerzahlern wird gesagt wir haben ein defizit und werden an die kasse gebeten das es jedem Steuerzahler ca. 385 Euro mehr belastung zukommt im jahr 2010,und dannn verschenken wir geld an die Griechen,
also was soll das ganze,werdet endlich MUNTER , wir sind auch Lebewesen auf dieser ERDE,wir haben auch unsere Pflichten , wir Leben nicht von der LUFT
donalonsoildefonso, 07. 05. '10 18:16
Re: Faymann wieder mal schnell bei der Kohle
hmmm kennst du einen Politiker der denkt ??? ich net !!
War-Lord, 04. 05. '10 20:16
Mein Geschenk an die Griechen...
Ich spende 5.000 EURO für Griechenland, damit die Bevölkerung dort Sprengstoff kaufen kann,...die unnötigen Politiker welche das Land in den Ruin getrieben haben und die EU belogen haben ins Parlament sperren und es anschließend hochjagen! Die einfachste, billigste und effizienteste Lösung für uns alle und das normalsterbliche griechische Volk
MyHomebound, 05. 05. '10 19:46
Re: Mein Geschenk an die Griechen...
Bitte nicht, genau das könnten wir bei UNS genausogut bruachen, nur hab ich Angst, dass € 5.000,-- bei uns nicht reichen würden für alle die uns belogen , verraten und verkauft haben.....
War-Lord, 04. 05. '10 20:13
An gewisse Damen und Herren in unserer Politik
Lieber Gio Hahn, was ist jetzt mit deinem breiten Grinsen als du dich beim letzten Landesparteitag nach Brüssel verabschiedet hast und mit einem noch breiteren Grinsen gemeint hast dass Österreich in der EU im Vergleich zu andern noch toll dasteht... Das zeigte mir schon damals von deiner Intelligenz... vielleicht sollte man einigen EU-Politikern auch den Geldhahn aufgrund der europaweiten Krise bissl zudrehn, vielleicht fangen dann auch Hernn wie der Gio mal wieder bissl zum Nachdenken an, bevor sie sich über das Unglück anderer EU-Länder freuen!!
MyHomebound, 05. 05. '10 19:49
Re: An gewisse Damen und Herren in unserer Politik
..leider ist das Unglück der anderen Länder auch das Unglück Österreichs und das zählt wieder einmal doppelt, da wir die entsprechenden Politiker auch noch dazu haben
founder, 04. 05. '10 18:32
DDR - Ungarn - Tschechien
Waren die großen Problemfälle im Ostblock. Die paar Soldaten und Panzer waren aber deutlich billiger als die Problemfälle der EU.

Da werden Probleme mit extremen Geldeinsatz gelöst.
Wie will diese EU die nächste Ölkrise überstehen? In der nächsten Ölkrise können die Länder die derzeit so großzügig mit Krediten helfen sehr schnell selbst zum Problemfall werden.
http://politik.pege.org/2010/grichenland.htm