Donnerstag, 6. Mai 2010

Überraschungen im deutschen WM-Kader: Badstuber und Aogo fliegen nach Südafrika

  • Löw: "Kader Resultat von jahrelangen Analysen"
  • Bundestrainer setzt auf Block von Bayern München

Deutschlands Bundestrainer Joachim Löw hat bei der Nominierung seines erweiterten WM-Kaders die Länderspiel-Neulinge Dennis Aogo vom Hamburger SV und Holger Badstuber vom FC Bayern als Überraschungen präsentiert. Nach dem Ausfall von Rene Adler fährt Hans-Jörg Butt als dritter Torhüter mit zur Weltmeisterschaft nach Südafrika, in der Löw auf einen Block des deutschen Rekordmeisters und Champions-League-Finalisten von insgesamt sieben Akteuren setzt.

Löw nominierte 27 Akteure, vier Spieler muss er bis zum Meldeschluss des Weltverbandes FIFA am 1. Juni noch streichen. "Der Kader ist das Resultat von jahrelangen Analysen, die wir gemacht haben. Wir haben in diese Spieler absolutes Vertrauen", sagte der 50-Jährige. Löw sprach bereits optimistisch vom Finale am 11. Juli: "Es erwarten uns acht Wochen Gemeinsamkeit, 50 anspruchsvolle Trainingseinheiten und hoffentlich sieben hochbrisante Spiele."

Der 35-jährige Butt rückte nach der verletzungsbedingten Absage des Leverkusener Schlussmanns Adler ins DFB-Team auf. Löw ließ offen, ob es zwischen Manuel Neuer (Schalke 04) und Tim Wiese (Werder Bremen) ein Duell um die Nummer 1 geben wird. Denkbar ist auch ein Dreikampf inklusive Butt, der möglicherweise als dreifacher Titelgewinner mit Bayern München anreisen wird. Löw entschied sich wie schon vor der EM 2008, den Wettbewerb um die 23 Plätze im endgültigen WM-Kader bis zuletzt auszureizen. "Es gibt den Konkurrenzkampf", sagte der Bundestrainer.

Fünf "Säulen"
Getragen wird der sehr junge Kader mit sieben U21-Europameistern von 2009 von fünf "Säulen" (Löw). Er zählte neben Kapitän Michael Ballack - der Chelsea-Profi ist der einzige Legionär im Aufgebot - noch den Bremer Per Mertesacker sowie das Bayern-Trio Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose auf. Den Neulingen Badstuber und Aogo bescheinigte Löw ein besonders großes Potenzial. Nicht mit dabei ist Thomas Hitzlsperger, der bei Lazio Rom im Frühjahr nicht richtig Fuß fassen konnte.

(apa/red)

6.5.2010 14:39