Klien zitterte bis zur allerletzten Minute:
Die Super-Lizenz trudelte gerade noch ein
- Starterlaubnis für Hispania-Testfahrer: "War knapp"
- Österreicher mit starker Leistung auf der Strecke

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Training überlegen
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Europa-Auftakt mit
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Es war ein Zittern bis zur letzten Minute. Seit Jahren war Christian Klien nicht mehr an einem Rennwochenende im Formel-1-Cockpit gesessen. Eine Formalität hätte am Freitag beinahe seine Rückkehr platzen lassen. Wenige Minuten vor dem ersten freien Training, für das der Neo-Testfahrer im neuen Team Hispania vorgesehen war, war die Superlizenz des Weltverbandes FIA noch immer nicht bestätigt gewesen.
Entsprechend hektisches Treiben herrschte im Motorhome von Hispania, ehe Klien doch noch die Freigabe erhielt. Stammpilot Karun Chandhok, den der Österreicher in der ersten Session ersetzen durfte, hatte sich bereits in seinen Rennoverall gezwängt. Teamchef Colin Kolles antwortete auf die Frage, ob Klien nun doch seine ersten Runden drehen dürfe, 15 Minuten vor Trainingsbeginn bereits leicht genervt: "Ich weiß es nicht."
Klien war erst am Mittwoch als neuer Entwicklungspilot des Nachzüglers präsentiert worden, die FIA hatte für die Ausstellung der Lizenz allerdings noch die Verträge des 27-Jährigen prüfen müssen. Üblichweise muss zwei Wochen vor einer Veranstaltung um die Rennerlaubnis angesucht werden. "Das war wirklich knapp. Es ist sich gerade noch ausgegangen, das waren keine zehn Minuten", sagte Klien, als er durchs Fahrerlager in die Box hetzte.
Um 9.58 Uhr hatte die FIA den Fahrerwechsel für das erste Training in Montmelo bestätigt - zwei Minuten vor Beginn der Session. Um 10.07 Uhr fuhr Klien erstmals aus der Box und vermochte aufzuzeigen. In seinem ersten freien Training seit Silverstone 2007 (Honda) hatte der Vorarlberger auf Anhieb seinen Teamkollegen Bruno Senna im Griff, lag eine halbe Sekunde vor dem Brasilianer. Nach Erfüllung aller formalen Kriterien hat Klien damit auch gute Chancen, kommende Woche in Monte Carlo zu Testzwecken im Auto zu sitzen.
(apa/red)
