Verdächtiger legt ein Geständnis ab: Gibt
verhinderten Anschlag am Times Square zu
- Anklage gegen mutmaßlichen Attentäter erhoben
- Polizei in Pakistan nimmt mögliche Komplizen fest

Gegen den mutmaßlichen Autobomben-Attentäter von New York ist Anklage erhoben worden. Der aus Pakistan stammende Amerikaner wird beschuldigt, einen terroristischen Anschlag mit einer Massenvernichtungswaffe geplant zu haben. Die Ausbildung dazu habe er nach eigenen Angaben in der pakistanischen Provinz Waziristan erhalten, heißt es in der Klageschrift.
Der 30-jährige Faisal Shahzad hat den Angaben zufolge das Attentat auf den New Yorker Time Square gestanden. Nach seiner Darstellung habe er allein und auf eigene Faust gehandelt, sagte ein Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden. Das wird von den Ermittlern aber bezweifelt, zumal sich der mutmaßliche Täter Shahzad bis Februar für fünf Monate in Pakistan aufgehalten haben soll. Shahzad erhielt erst vor etwa einem Jahr die US-Staatbürgerschaft.
Alle Vorwürfe eingestanden
"Er hat gestanden, den Geländewagen gekauft, den Sprengsatz zusammengebaut, ihn in das Auto gelegt, den Wagen dort geparkt und den Platz verlassen zu haben", sagte der Ermittler. Damit habe der Tatverdächtige sozusagen alle Vorwürfe eingestanden. Allerdings waren noch viele Fragen offen. So sei unklar, ob der 1979 in Kaschmir geborene Shahzad mit einer militanten Gruppe in Verbindung stehe, sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Person. Auch wisse man nicht, wo der junge Mann radikalisiert worden sei.
Flucht nach Dubai geplant
Der aus Pakistan stammende US-Bürger war auf dem New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen festgenommen worden, als er nach Dubai fliegen wollte. US-Justizminister Eric Holder hatte angekündigt, dass sich Shahzad auch wegen des versuchten Einsatzes von Massenvernichtungswaffen vor Gericht verantworten müsse. Der Sprengsatz war nach Polizeiangaben nur wegen der amateurhaften Bauweise nicht explodiert. Hätte er funktioniert, wären möglicherweise viele Menschen ums Leben gekommen, sagten Regierungsvertreter. "Die Absicht hinter diesem Terrorakt war ganz klar, Amerikaner zu töten", sagte Holder.
Die US-Regierung hat inzwischen eine Untersuchung eingeleitet, wie der Mann trotz eines Flugverbots in eine Maschine steigen konnte. Danach befragt, ob die Fluggesellschaft Emirates dafür verantwortlich sei, dass sich Faisal Shahzad bei seiner Festnahme an Bord eines Flugzeugs befand, sagte Präsidentensprecher Robert Gibbs am Dienstag (Ortszeit), dies sei Gegenstand einer "aktuellen Untersuchung".
Der 30-Jährige war am Montagabend in einem startbereiten Flugzeug in New York von FBI-Beamten festgenommen worden. Der gebürtige Pakistani wollte sich nach Angaben der Fluggesellschaft Emirates über Dubai nach Pakistan absetzen. Sein Ziel sei Islamabad gewesen, sagte ein Sprecher der Airline.
Verdächtige in Pakistan verhaftet
Die New Yorker Ermittler hatten in dem Tatauto offenbar eine Fülle von Spuren gefunden, die auf den 30-jährigen Shahzad hindeuteten. Nach Behördenangaben hatte er den grünen Nissan Pathfinder eine Woche vor dem Anschlagsversuch gekauft und 1.300 Dollar (993 Euro) in bar dafür bezahlt. In Pakistan wurden zwei weitere Verdächtige festgenommen, die Telefonate mit Shahzad geführt haben.
Die pakistanischen Behörden sicherten den USA ihre Unterstützung zu. Pakistan ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hat in der Vergangenheit Hunderte Mitglieder der Extremistenorganisation Al-Kaida festgenommen und einige von ihnen an die USA ausgeliefert.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
