Langwieriger Kampf gegen die Ölpest:
Reparatur des Lecks dauert noch Monate
- Wiener Experte: Rasches Ende ist "unrealistisch"
- BP: Bohrungen in rund drei Monaten abgeschlossen

·Ölpest: Bevölkerung wettert gegen Obama
"Das war eine einzige Verschleierungsaktion"
·Obama: "BP wird die Rechnungen zahlen"
Ölteppich: Fieberhafte Bemühungen um Rettung
·BILDER: Der Kampf gegen die Katastrophe
Mehrere hundert Tonnen täglich ins Meer geflossen
·Ölpest kommt Obama
gar nicht gelegen
Kritik am Katastrophen- Kurs des US-Präsidenten
·Ölpest an US-Küste
immer bedrohlicher
In vier Bundesstaaten Notstand ausgerufen
·USA vor schlimmster Ölpest seit 20 Jahren
Hunderte Tier-, Vogel- & Fischarten akut bedroht
Ein rasches Ende der sich vor der Südostküste der Vereinigten Staaten ausbreitenden Ölpest ist laut Peter Seifert, Leiter der Geologischen Bundesanstalt in Wien und ehemaliger Manager von Erdölkonzernen wie der OMV, "unrealistisch". Eine Zusatzbohrung werde Monate in Anspruch nehmen, sagte Seifert. Eine ähnliche Prognose gibt auch der Energiekonzerns BP ab. Nach Angaben der Firma dauert die Reparatur des Lecks drei Monate. Die Bohrungen für einen "Nebenzugang" zu der ursprünglichen Ölquelle hätten bereits begonnen, so BP.
Dies sei ein "entscheidender Schritt, um den Öl-Ausfluss dauerhaft zu stoppen", sagte BP-Chef Tony Hayward. Die Bohrung geht demnach bis zu vier Kilometer unter den Meeresgrund. Die Techniker erzeugen über das neue Loch einen Gegendruck und bringen so das aussprudelnde Öl zum Versiegen.
Greenpeace: Mit Tankerunglück vergleichbar
Nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation Greenpeace nimmt die Ölpest allmählich das Ausmaß eines schweren Tankerunglücks an. Der Greenpeace-Meeresbiologe Christian Bussau sagte im ZDF-"Morgenmagazin", die Menschen dort würden wochen- oder gar monatelang lang damit beschäftigt sein, die US-Küsten zu säubern.
"Das wirkliche Drama spielt sich bisher noch unter der Wasseroberfläche ab", sagte Bussau. Bis jetzt seien vor allem Kleinlebewesen betroffen. Die weiteren Folgen der Katastrophe seien noch nicht absehbar.
Schwarzenegger gegen neue Ölbohrungen
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger will angesichts der Ölkatastrophe doch keine neuen Ölbohrungen vor der Küste Kaliforniens. Angesichts der Fernsehbilder habe er seine Meinung über die Sicherheit der Plattformen im Ozean geändert, sagte der republikanische Politiker. Schwarzenegger hatte sich dafür eingesetzt, vor der Küste von Santa Barbara nach Öl zu bohren und das Vorhaben auch mit dem riesigen Defizit seines Staates begründet. Kalifornien erhoffte sich Einnahmen von 100 Millionen Dollar (75,5 Mio. Euro) im Jahr und muss das Geld nun anders aufbringen.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
