Dienstag, 4. Mai 2010

Iraker soll in Gefängnis zu Tode gefoltert worden sein: Gefängnisleiter festgenommen

  • Haftanstalt soll von der KDP kontrolliert werden

Nach dem Skandal um ein geheimes Foltergefängnis in Bagdad dringen nun auch Berichte über gravierende Menschenrechtsverletzungen in der nordirakischen Stadt Kirkuk an die Öffentlichkeit. In einem Untersuchungsgefängnis der 250 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt soll ein junger Häftling zu Tode gefoltert worden sein.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, der Tod des Mitte-20-jährigen Taha Yassin al-Jawali werde untersucht. Der Leiter der Ermittlungen in dem Gefängnis sei festgenommen worden.

Angehörige des Stammes von Jawali sagten, das Gefängnis werde von der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) kontrolliert. Im April waren misshandelte Häftlinge aus der Stadt Mossul in einem Geheimgefängnis in Bagdad entdeckt worden, das von einer Ministerpräsident Nuri al-Maliki unterstellten Einheit geleitet wurde.

(apa/red)

4.5.2010 10:12