Anzeichen für neue britische Regierung:
Tories und Liberale in Grundzügen einig
- Parteien ohne Kommentar, nur "gute Fortschritte"
- Streitpunkte: Wahlreform, Einwanderung und EU

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Die britische Opposition hat sich nach unbestätigten Medienberichten grundsätzlich auf die Bildung einer Regierung geeinigt. Sky News meldete am Montag ohne Angabe von Quellen, Konservative und Liberal-Demokraten hätten sich auf die "Umrisse einer Vereinbarung" verständigt. Sie solle noch im Laufe des Tages den jeweiligen Gremien vorgelegt werden. Vertreter der Parteien lehnten einen Kommentar ab.
Sie sprachen jedoch von einem guten Verlauf der Gespräche. Die Politik steht unter dem Druck der Wirtschaft, schnell eine handlungsfähige Regierung aufzustellen. Zwar bleibt Premierminister Brown von der Labour-Partei an der Macht, bis eine neue Regierung steht. Die Gespräche finden jedoch zwischen den Konservativen von Cameron - seit der Wahl am Donnerstag die stärkste Kraft im Unterhaus - und den drittplatzierten Liberal-Demokraten von Clegg statt.
Der Verhandlungsführer der Tories sprach von "weiteren Fortschritten". Sein Kollege Danny Alexander von den Liberalen sprach von "guten Fortschritten". Als größte Streitpunkte gelten die Einwanderung, das Verhältnis zur EU und eine Reform des Wahlrechts. Hier fordern die Liberalen ein Umstieg auf das Mehrheitswahlrecht.
Bei der Abstimmung am Donnerstag konnte keine Partei die absolute Mehrheit erringen - eine für Großbritannien ungewöhnliche Situation. Die Märkte befürchten, dass langwierige Koalitionsverhandlungen politische Reformen blockieren könnten, insbesondere eine Reduzierung des Haushaltsdefizits. "Der Markt wird nur auf begrenzte Zeit Geduld haben, wenn es um die politische Situation in Großbritannien geht", sagte Howard Archer von IHS Global Insight. (apa/red)
