Dienstag, 4. Mai 2010

Gebrüder Scheuch sahnen bei der EU ab:
82.716 Euro für die "Nebenerwerbsbauern"

  • Verdacht, dass "bei Einreichung getrickst wurde"
  • Steuerberater halten Scheuch-Gebaren für unhaltbar

Die EU-Förderung von knapp 83.000 Euro, die der bäuerliche Betrieb der Brüder Uwe und Kurt Scheuch für den Zeitraum Oktober 2008 bis Oktober 2009 erhalten hat, sorgt in Kärnten für heftige politische Debatten. Den Scheuchs, Uwe ist FPK-Obmann und Erster Landeshauptmannstellvertreter, Kurt ist FPK-Klubobmann im Landtag, wird vorgeworfen, ihre Einkünfte aus der Bewirtschaftung ihres Bauernhofes nicht dem Unvereinbarkeitsausschuss gemeldet zu haben.

Landtagspräsident Josef Lobnig (FPK) erklärte daraufhin in einer Aussendung, Scheuch habe dies sehr wohl gemeldet. Wörtlich heißt es: "Die Anzeige beinhaltete unter anderem auch seinen Anteil am Land-und Forstwirtschaftlichen Betrieb in Mühldorf. Da gem. § 2 Abs. 4 Unvereinbarkeitsgesetz die Verwaltung des eigenen Vermögens nicht als Ausübung eines Berufes - unabhängig, ob dabei Erwerbsabsicht besteht oder nicht - im Sinne des Abs. 1 lit. cit. gilt, war darüber im Unvereinbarkeitsausschuss auch nicht zu entscheiden."

Scheuch selbst erklärte dazu: "Ich habe alle Vermögensverhältnisse ordnungsgemäß bei Landes- und Bundesrechnungshof bekanntgegeben. Und auch der Unvereinbarkeitsausschuss des Kärntner Landtages hat auf meine damalige Nachfrage bestätigt, dass der landwirtschaftliche Nebenerwerb nicht meldepflichtig ist und kein Problem darstellt."

Doch nicht alles astrein?
Mehrere Steuerberater hielten die Interpretation der "Vermögensverwaltung" auf APA-Anfrage für nicht haltbar. Ein bäuerlicher Betrieb, der bewirtschaftet werde und Förderungen lukriere, könne zumindest bei der Finanz keinesfalls unter Vermögensverwaltung fallen. Lediglich Einkünfte aus Verpachtung würden unter diesem Titel verbucht werden können. Und dass der Betrieb bewirtschaftet wird und beide Scheuchs gerne selbst Hand anlegen, haben sie in der Vergangenheit des Öfteren öffentlich kundgetan.

Vor allem SPÖ und BZÖ fordern nun eine Überprüfung der EU-Förderungen an die Brüder Scheuch. Der Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger, vermutete einen Verfassungsbruch durch die Nicht-Meldung der Einkünfte. SPÖ-Landesrätin Beate Prettner meinte, sie erwarte sich von Spitzenpolitikern Kärntens ein "politisch-moralisch korrektes Verhalten", juristische Haarspaltereien seien nicht angebracht.

(apa/red)

4.5.2010 15:17
Woppo, 05. 05. '10 20:02
Sowieso grotesk ! Bauern,die die Rinderhaltung schon lange
aufgegeben haben,kassieren bis 2013 die Rinderprämien(mast) weiter ! Solche Sachen gehören längst abgestellt !Das ist Geld für nicht geleistete Arbeit ! Das kann man jederzeit nachprüfen ! So wird unnötig Geld verschwendet,das in anderen Bereichen bitter nötig wäre !
keinbrauner, 05. 05. '10 06:13
Kärntner Absahner
Wenn in Kärnten eine Partei mit F beginnt ist Betrug drinnen. Ob bei Expolitikern oder Aktiven. Mich wundert es nicht mehr, daß die F`s gegen die EU sind, denn sie wissen es am besten wie einfach man sie absahnen kann.
momotobolo, 05. 05. '10 08:02
Re: Kärntner Absahner
Wau! Die EU-Gegner haben ganz schön abgesahnt. nachschauen unter transparenzdatenbank.at
Sensor, 05. 05. '10 22:56
Re: Kärntner Absahner
Unlängst habe ich gelesen, dass die Affäre wegen des angeblichen Auto- Versicherungsbetruges durch U.Scheuch noch nicht vom Tisch ist. Sie soll bei der ungarischen Staatsanwaltschaft noch aufrecht sein.
Weiß jemand Bescheid über den Stand der Dinge?
Es blüht vermutlich wie üblich, die Unschuldvermutungspflanze.
HC-Krache, 04. 05. '10 19:02
Ganz nach dem Geschmack von FPÖ u. FPK.....
Herr Scheuch meinte zum 6 Milliarden-Debakel (Kärntner Landesbank) für den Steuerzahler: "Die Käufer der Hypo sind Toker".......Stimmt Herr Scheucher!! Toker heißt in der österreichischen Übersetzung "TROTTEL" Da ja jetzt diese kriminelle Bank dem Steuerzahler gehört, sind wir Massensteuerzahler alle Trottel..............außer natürlich die Scheuchs, die immer wieder Wege finden..............
Sensor, 04. 05. '10 22:57
Re: Ganz nach dem Geschmack von FPÖ u. FPK.....
Die südlichen "Starpolitiker" haben Kärnten zum "Griechenland" Österreichs gemacht. Sie waren und sind gegen die EU, aber nicht gegen die von dort kommenden Förderungen.
Die Unverfrorenheit kennt keine Grenzen:
momotobolo, 05. 05. '10 07:07
Re: Ganz nach dem Geschmack von FPÖ u. FPK.....
Ja, diese kriminelle Energie war auch J.H. zuviel, denn sie ließ sich nicht mehr verSCHEUCHen.
Kärnten is a Wahnsinn.
sidestep, 04. 05. '10 18:36
Typisch Scheuch
Wasser predigen und Wein trinken. Mehr gibts zu diesen Chaoten nicht zu sagen. Jedes weiteres Wort wäre sinnlos!
Sensor, 06. 05. '10 18:25
Re: Typisch Scheuch
Preisfrage: wer sind im "österreichischen Griechenland" die wahren Sozialschmarotzer?
derberg, 04. 05. '10 17:05
die scheuchs
mah, die scheuchs und getrickst- gibt ja wohl neta- san doch grundehrliche burschen- denkts an ungarn usw