Freitag, 7. Mai 2010

Kleider-Bauer-Angestellte am Wort:
Zeugenaussagen im Tierschützer-Prozess

  • "Run In" von Demonstranten war "traumatisierend"
  • Kundgebungen vor Filialen "laut, aber eher friedlich"

Mit der Einvernahme weiterer Zeugen, überwiegend Angestellte von den Firmen Kleider Bauer und Otto Graf, ist der Prozess gegen 13 Tierschützer wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation am Landesgericht Wiener Neustadt fortgesetzt worden. Am Donnerstag hatten ein Pelzhändler, ein Polizeibeamter zur Rufdatenerfassung und zwei Zeuginnen des Unternehmens Kleider Bauer ausgesagt.

Auch eine Expertin für chemische Substanzen war geladen - sie sagte über die Wirkung von Buttersäure aus und gab dabei an, dass sich diese durch Waschen leicht entfernen ließe, also kaum bleibenden Schaden anrichte. Eine der Angestellten meinte, ein "Run In" in einer Kleider Bauer-Filiale sei für sie "traumatisierend" gewesen, Demonstranten finde sie "gemeingefährlich". Etwa sechs Personen seien plötzlich in das Geschäft gekommen, dort hätten sie rund drei Minuten lang kleine Flugzettel am Boden verstreut. Sachschäden habe es aber nicht gegeben, die Räumlichkeiten mussten lediglich gereinigt werden.

Am 22. Verhandlungstag sagte eine Zeugin aus, die früher bei der Firma Mantelkönig, die zu Kleider Bauer gehört, gearbeitet hat. Sie soll der Zwölftbeschuldigten nach deren Angaben im Zuge einer Demonstration auf der Wiener Mariahilfer Straße einige Informationen - auch privater Natur - über die Familien der Geschäftsführer gegeben und sich auch für die Kundgebungen ausgesprochen haben. "Pelz finde ich widerlich, einschlagen von Scheiben finde ich nicht in Ordnung", sagte sie vor Gericht. Einmal habe es einen Buttersäureanschlag auf ihre Filiale gegeben, Demonstrationen oder Kontaktaufnahmen im Vorfeld habe sie nicht bemerkt. Weitere Zeugen - Filialleiter oder deren Stellvertreter von Kleider Bauer-Filialen oder der Otto Graf-Kette zugehörigen Firmen - sagten über Sachschäden in den jeweiligen Geschäften aus.

(apa/red)

7.5.2010 14:45
MyHomebound, 07. 05. '10 21:59
Run in war "traumatisierend" f.d.Angestellten
und für die gequälten Tiere ist es nicht traumatisierend, eingepfercht, festgefroren in den Käftigen und noch bis zum Tod gequält zu werden. Wer braucht diese Blut-Pelze - außer ein paar Schicki-Micki-Zicken.
Hat es sich noch immer nicht herumgesprochen, daß es Kunstpelze gibt, die superschön ausschauen..