Donnerstag, 6. Mai 2010

Grausiges Szenario in Döblinger Wohnung: Polizei ermittelt nach blutigem Leichenfund

  • Toter weist äußerst schwere Kopfverletzungen auf
  • Noch ist unklar, ob ein Fremdverschulden vorliegt

Ein 44-Jähriger ist in einer Wohnung in Wien-Döbling tot aufgefunden worden. Der Mann lag mit einer Kopfverletzung in einer Blutlache in dem Appartement im siebenten Stock des Hauses Nußdorfer Lände 45. Die Polizei wollte zunächst weder eine natürliche Todesursache noch Fremdverschulden ausschließen.

Eine Heimhilfe, die den 44-Jährigen jeden Tag besucht, fand die Leiche gegen 13.30 Uhr. Sie sperrte die Tür auf und sah den Mann. Eine Waffe fand sich nicht. Laut Polizeisprecher Roman Hahslinger gab es zunächst keine direkten Anzeichen für ein Fremdverschulden. Ein Unfall, beispielsweise ein Sturz sei genauso möglich.

Ermittlungen der Exekutive ergaben, dass der Hausmeister des Objekts bereits am Mittwoch einzelne Blutstropfen im Stiegenhaus gefunden hatte. Die Spur zog sich vom Müllraum bis zur Wohnung des Opfers im siebenten Stock. Der Hausmeister entfernte die Tropfen, ohne jemanden zu verständigen. Der Blutverlust ist laut Polizei nicht massiv gewesen. Die Ermittler hielten es nicht zuletzt deshalb für möglich, dass sich der Mann die tödlichen Verletzungen bereits am Mittwoch zugezogen hat. Eine Annahme war, dass er im Müllraum gestürzt war und sich in der Wohnung weiter verletzte.

Der 44-Jährige war laut Exekutive arbeitslos und wurde täglich von der Heimhilfe betreut, die auch einen Schlüssel zu seiner Wohnung hatte. In der Nachbarschaft galt er als Alkoholiker oder zumindest als jemand, der gerne trank.

(apa/red)

6.5.2010 19:38