Donnerstag, 6. Mai 2010

Mordalarm in Niederösterreich: Identität des ermordeten Mannes noch ungeklärt

  • Fundort der Leiche im Höllental nicht der Tatort
  • Obduktion: "Massive stumpfe Gewalteinwirkung"

"Wir arbeiten intensiv, aber es gibt noch keine Ergebnisse." Mit diesen Worten hat Chefinspektor Leopold Etz vom Landeskriminalamt Niederösterreich den Stand der Ermittlungen im Fall des Mordopfers beschrieben, das im Höllental im Bezirk Neunkirchen gefunden wurde. Die Identität des Mannes blieb vorerst ungeklärt.

Das Opfer war vermutlich 35 bis 45 Jahre alt. Der weiterhin Unbekannte ist nach Polizeiangaben von europäischer Herkunft, 1,78 Meter groß, schlank und wiegt 75 Kilogramm. Er hat kurze, dunkle, grau melierte Haare und einen Oberlippenbart. Auffällig sind Aknenarben. Der Mann trägt eine Zahnvollprothese oben, auf der rechten Seite des Unterkiefers fehlen mehrere Zähne. Bekleidet war das Opfer u.a. mit Levis-Jeans, auf die am linken Oberschenkel ein gelb-rot-grüner Aufnäher angebracht ist, einem dunkelblauen T-Shirt und braunen Halbschuhen. Eingewickelt war die Leiche in eine Decke mit der Aufschrift "Heereseigentum".

Fest stand für die Kriminalisten, dass der Auffindungsort der Leiche an der B27 bei Reichenau a.d. Rax nicht der Tatort war. Eine noch am Mittwochabend durchgeführte Obduktion ergab Ersticken und "massive stumpfe Gewalteinwirkung" gegen den Hals und den Oberkörper mit Serienrippenbrüchen und Thoraxtrauma als Todesursache. Die Leiche wies u.a. Serienrippenbrüche auf. Am Hals wurden ebenfalls schwere Verletzungen festgestellt. Vom Zeitpunkt der Auffindung des Toten am Mittwochvormittag dürfte die Tat nicht länger als 24 bis 36 Stunden zurückgelegen sein, so die Ermittler.

An der B27 abgelegt wurde das Opfer vermutlich in der Nacht auf Mittwoch. Aufgrund der Schwere und Vielzahl der Verletzungen des Mannes geht man davon aus, dass der Gewalttat eine heftige Auseinandersetzung vorausgegangen sein muss.

(apa/red)

6.5.2010 14:27