"Fekter muss weg": Demonstration gegen Abschiebung am Flughafen Wien-Schwechat
- VIDEO: Obmann des FC Sans Papiers schockiert
- 21 Menschen abgeschoben, darunter zwei Fußballer
·"Jeder, der hier ist, hat gleiche Rechte"
VIDEO: Demonstration gegen Abschiebung
·Demonstranten über die Straße geschleift
Wien: Überstellung eines Schubhäftlings sabotiert
·Überstellung: Wirbel
auf dem Wiener Gürtel
BILDER: Demonstranten von Polizei weggetragen
·Zogajs dürfen vorläufig bleiben
Verfassungsgerichtshof
setzt Abschiebung aus

Sie fordern mehr Solidarität, mehr Menschlichkeit und offene Grenzen: Dutzende Demonstranten haben sich um 20:30 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat versammelt, um gegen die Abschiebung von insgesamt 21 Personen zu protestieren. Darunter zwei Mitglieder des Fußballvereins FC Sans Papiers. Für den Vereinsobmann des Klubs, Di-Tutu Bukasa, eine unverständliche Entscheidung: "Für mich ist es einfach unfassbar. Wir sind alle sehr schockiert". In der Asylpolitik müsste sich einiges ändern, so Bukasa. "Vor allem Fekter muss weg. Das ist eine Frau, die nicht politisch denken kann", betont er.
Trotz aufgeladener Emotionen, verläuft die Protestaktion am Flughafen friedlich. Mit Sprechchören, Transparenten und Trommelwirbel sorgen die Demonstranten für Aufmerksamkeit. Die meisten Passanten schauen hin, gehen dann aber kommentarlos an den Protestierenden vorbei. Doch es gibt auch Ausnahmen. Eine Frau, die aus dem Flughafengebäude kommt, schimpft lauthals los: "Dann nehmt's doch alle zu euch mit nach Hause und füttert sie durch."
Eine Einstellung, die sich grundlegend ändern muss und wird, ist Bukasa überzeugt: "Kurzfristig sieht es so aus, als ob die Institutionen gewonnen haben, aber langfristig wird es eine Wende geben. Die Jugendlichen werden begreifen, dass man sich nicht auf Institutionen verlassen kann. Diese Institutionen sind einfach autoritär."
Was müsste sich ändern?
Je mehr Menschen auf das Thema aufmerksam werden und etwas dagegen unternehmen, desto eher hat man eine Chance etwas zu ändern, erklärt Bukasa. "Die Mentalität muss geändert werden", beurteilt er die Situation.
Nach ungefähr einer Stunde löst sich die Demo langsam auf und die Menge marschiert wieder nach Hause.
(pc)
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