Die Tonband-Affäre des Ewald Stadler:
Schwere Vorwürfe gegen BZÖ-Abgeordneten
- NEWS: Soll den Büroleiter unter Druck gesetzt haben
- Zeugenaussagen in "Causa Huber" im Mittelpunkt
HIER IN DIE BRISANTEN TONBÄNDER HINEINHÖREN
·Ewald Stadler an die Justiz ausgeliefert
Nötigung? BZÖ-Mandatar startet mit Gegenattacke
·BZÖ: Petzner tritt nun
doch den Rückzug an
Oranger Politiker will sich
auf Kärnten konzentrieren

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über ein heimlich mitgeschnittenes Tonband, auf dem der Büroleiter des BZÖ-Politikers Ewald Stadler erzählt, dass er von Stadler im Zusammenhang mit einer bevorstehenden Zeugeneinvernahme unter Druck gesetzt worden sei. Auf NEWS.at können Sie jetzt in die brisanten Tonbändern hineinhören!
Im Kern geht es um die Causa Huber. Gegen den BZÖ-Politiker Gerhard Huber ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien. In diesem Zusammenhang werden auch Personen aus dem politischen Umfeld Hubers einvernommen.
Schlechte Aussichten
Patrick Blackmore, Büroleiter Stadlers, erzählt in einem Gespräch, das auf Tonband aufgezeichnet wurde, dass Stadler versucht hätte, ihn im Vorfeld einer angesetzten Zeugenaussage zu beeinflussen. Statt den Sachverhalt wiederzugeben, wie er ihn erlebt hat, solle er mit kann sein, möglich, beschwören könnte ich es nicht mehr relativieren. Sollte er sich ungeschickt verhalten, so Blackmore am Tonband, sähe es mit seiner zukünftigen Beschäftigung schlecht aus.
"Ewald versucht mich zu beeinflussen"
"Falls du ungeschickt agieren solltest ..."
"Du sollst nicht lügen, aber ..."
"... oder Job weg"
"Dann bin ich der Fällige"
"Vom Strache bis zum Ewald, sind alles Arschlöcher"
"Das ist meine letzte Chance ..."
Auf dem rund eine Stunde lang dauernden Tonbandmitschnitt wird zudem über die Hintergründe einer Burschenschafter-Feier im Gürtellokal Pour Platin gesprochen, bei der Blackmore anwesend war und bei der ein Mitarbeiter des FP-Nationalratspräsidenten Martin Graf von einem Türsteher schwer verletzt wurde.
Staatsanwaltschaft wird aktiv
Der Staatsanwaltschaft Wien liegt das Tonband mittlerweile vor. Sprecher Gerhard Jarosch: Der Sachverhalt wurde uns angezeigt und wird jetzt geprüft.
Blackmore betont auf NEWS-Anfrage, dass er von Stadler weder unter Druck gesetzt worden sei noch dies zulassen würde: Ich wurde weder genötigt noch erpresst. Stadler, der auch in einer Rechtsanwaltskanzlei arbeitet, sagt: Blackmore ist auch mein Klient. Und zum Inhalt von Klientengesprächen gibt es keine Auskunft.
Mehr dazu lesen Sie im NEWS 17/10
