Mittwoch, 28. April 2010

M.I.A.-Video von YouTube verbannt: Ausmaß an Gewalt für die Plattform nicht akzeptabel

  • Inhalt: Soldaten stürmen gewaltsam eine Wohnung
  • Bus mit Rothaarigen in Wüste gebracht & exekutiert

M.I.A., ist mit ihrem Hit "Paper Planes" den meisten Menschen wahrscheinlich noch in den Ohren. Am 28. Juni soll jedoch schon das nächste Album der britisch-tamilischen Künstlerin auf den Markt kommen. Schon jetzt sorgt sie mit ihrem neuen Video zum Song "Born Free" für Schlagzeilen. Er wurde sogar von YouTube verbannt.

Das zehn Minuten lange Video zu "Born Free" von M.I.A. wurde unter der Regie von Romain Gavras erstellt und wurde von der Videoplattform YouTube verbannt mit der Begründung, es würde zuviel Gewalt zeigen.

Rothaarige exekutiert
Die Kamera folgt dabei uniformierten Amerikanern (die an eine SWAT-Einheit erinnern), wie sie in ein Haus eindringen, die Bewohner niederschlagen und ein Pärchen beim Sex auseinanderreißen. Dann finden sie wohl, wonach sie suchen – einen rothaarigen Jungen. Diesen nehmen sie mit, in einen Bus mit anderen Rothaarigen. Sie alle werden in eine Wüste gebracht und dort exekutiert.

Kind erschossen
Als erstes wird dabei ein Kind erschossen – in Großaufnahme. Die übrigen Gefangenen versuchen zu fliehen, doch die Vermummten machen von einem Jeep aus Jagd auf die Flüchtlinge, hetzen sie durch ein Minenfeld und erschießen sie.

Hier klicken: Das Video!

Keine Unbekannten
Regisseur Romain Gavras hat auch schon "Stress" für die französische Elektro-Band Justice inszeniert und auch dieser Clip führte 2007 zu heftigen Kontroversen. Darin geht es um eine Gruppe jugendlicher Immigranten, die randalierend durch die Pariser Banlieu zieht. Auch M.I.A. selbst ist keine Unbekannte im politischen Aktivismus. Sie ist die Tochter eines tamilischen Revolutionärs, der auf Sri Lanka für die Gründung eines unabhängigen Staates kämpfte. Außerdem wurden bereits zwei Clips der 32-jährigen Sängerin von MTV boykottiert. Die Verantwortlichen weigerten sich zunächst ihren Song "Sunshowers" zu spielen, solange nicht eine Textpassage entfernt wurde, welche sich auf die Palästinensische Befreiungsorganisation bezieht und in "Paper Planes" mussten die zu hörenden Revolverschüsse aus Jugendschutzgründen ersetzt werden.

28.4.2010 15:31
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