Mittwoch, 28. April 2010

Massentauglicher Metal zum Mitsingen: Am
dritten Album von Bullet for my Valentine

  • Waliser Quartett präsentiert mit "Fever" solides Werk
  • Kommerzieller und 'poppiger' als ersten zwei Alben

Mit "Fever" erschien jetzt das dritte Album der britischen Metalcore-Band Bullet for my Valentine. Nach "The Poison" und "Scream Aim Fire" zeigt sich das Quartett kompromissbereiter und präsentiert massentauglichen Metal.

Das Debüt-Album "The Poison" des Waliser Quartetts Bullet for my Valentine schlug im Jahr 2006 ein wie eine Bombe. Weltweit wurden mehr als eine Million Exemplare verkauft, eine seltene Leistung für eine junge Band. Auch von Kritikern wurden die Briten hochgelobt als neue Metalcore-Top-Band. Danach erschienen mehrere Neuauflagen des Debüt-Albums in den verschiedensten Versionen. 2008 brachten die Briten dann mit „Scream Aim Fire“ ihr zweites Album mit neuen Songs auf den Markt, das ebenfalls großen Erfolg feierte, doch nicht mehr soviel Aufmerksamkeit erregte wie "The Posion".

Jetzt haben die vier Briten ihr drittes Album veröffentlicht mit dem Namen "Fever". Produziert wurde es mit Don Gilmore, der bereits mit Linkin Park und Good Charlotte gearbeitet hat.

Mitsingpotenzial
"Fever" kann als solides Werk bezeichnet werden. Es ist ein Metalcore-Album mit viel Kraft und Dampf. Bereits der erste Song "Your Betrayal" haut nach langem Intro ganz schön rein. Die restlichen Songs sind gekennzeichnet durch teils heftige Schlagzeugeinlagen und Gitarrenriffs. Sänger Matt Tuck zeigt sich mit relativ klarem Gesang und deutlich weniger, dafür gut eingesetzte Screams von einer neuen Seite und nicht mehr so roh und ungeschliffen wie auf "The Poison". Die Nummern sind sehr melodisch und haben durchwegs Mitsingpotenzial. Sie besitzen jedoch alle eine ähnliche Struktur und denselben Aufbau und weisen teils ein wenig Spannungsarmut auf.

Poppiger, beinahe beliebig
Das Quartett ist hörbar kompromissbereiter geworden als noch bei "The Poison" – alles wirkt kommerzieller, fast "poppiger". Somit klingen Bullet for my Valentine auf ihrem dritten Album beinahe beliebig, so wie jede moderne Metalband.

Man weiß, was man kriegt
Dennoch ist "Fever" ein gut gemachtes und kurzweiliges Metal-Album, wo man einfach weiß, was man kriegt und das den Fans der Band bestimmt Freude machen wird. Und durch die obligatorische Ballade ("A Place where you belong") werden sich wahrscheinlich in Zukunft auch noch mehr Teenager-Mädels in den Fankreisen von Bullet for my Valentine wiederfinden.


28.4.2010 14:33
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