Sonntag, 2. Mai 2010

Tausende Griechen protestieren in Athen:
Krawalle bei Großdemo gegen Sparpläne

  • Bahn und Fähren streikten gegen Sparmaßnahmen
  • Abkommen Griechenlands mit EU und IWF steht

Etwa 10.000 Griechen haben in Athen gegen das Sparprogramm ihrer Regierung protestiert. Dabei kam es vereinzelt zu Krawallen. Autonome griffen die Polizei mit Steinen und Brandflaschen an. Zu der Demonstration hatten die Gewerkschaften aufgerufen. Ministerpräsident Papandreou hatte seine Landsleute am Freitag auf Einschnitte eingestimmt, um Griechenland vor dem Bankrott zu bewahren.

Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) verhandeln derzeit mit der griechischen Regierung über Beistandskredite. Die Verhandlungen sollen heute abgeschlossen sein.

Vor allem rund um den zentralen Syntagmaplatz und um das Parlamentsgebäude kam es zu Zwischenfällen. Hier attackierten die Autonomen auch Fernsehteams und zündeten den Übertragungswagen des griechischen Fernsehens (ERT) an. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben und die Journalisten zu schützen.

Streiks gegen Sparpläne
Gleichzeitig fanden auch Streiks gegen die geplanten Sparmaßnahmen statt. Am Samstag wurden die Bahn und die Fähren bestreikt. Zudem behandelten die Ärzte in staatlichen Krankenhäuser nur Notfälle. Die Gewerkschaften wollen dann am 5. Mai das Land mit weitreichenden Streiks lahmlegen. Vom Montag an wollen die Lehrer jeden Tag vier Stunden streiken. Industrielle und Händler sind besorgt, dass diese Maßnahmen den Markt abwürgen und zu einer dramatischen Depression führen könnten.

Hilfsabkommen steht bereits
Das Abkommen über milliardenschwere Finanzhilfen für Griechenland steht. Das verlautete aus dem Finanzministerium in Athen. Das Ergebnis der Verhandlungen von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit der Regierung in Athen soll am Sonntag bekanntgegeben werden, war schon vorher erklärt worden. Die Regierung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou hat über die Maßnahmen mit Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Zentralbank (EZB) verhandelt.

Im Finanzministerium in Athen wurde am Samstagabend noch der Text des Memorandums mit den Verpflichtungen Griechenlands gegenüber IWF, EU und EZB "formuliert und niedergeschrieben", wie viele griechische Medien berichteten. Den Text soll der griechische Verfassungsprofessor und Verteidigungsminister Evangelos Venizelos zusammen mit den Experten ausgearbeitet haben.

(apa/red)

2.5.2010 08:14
stefan1985, 01. 05. '10 21:10
!!!
Ihr könnts ja nicht alle in einen Topf werfen. Klar ich auch eindeutig gegen diese Finanzspritze!!! Aber dass die Bevölkerung demonstriert ist klar! Immerhin wird das Ganze am Fussvolk ausgetragen.
Stellt euch vor Beamte, Politiker,... leben bei uns im Saus uns Braus. Dann gibts einen Finanzcrash, Österreich ist bankrott und WIR Arbeiter müssen das zahlen...würdet ihr das einfach so hinnehmen oder euren Unmut kuntun...zB bei einer Demo??
Klar gibt es einige Dinge die ich nicht verstehe. zB das niedrige Pensionsalter. Aber dass man Nulllohnrunden macht, Weihnachtsgeld streicht usw ist einfach ein Skandal. Euch will ich erleben wenn es 3 Jahre keine gehaltserhöhung gibt bzw euch ein Gehalt im Jahr gestrichen wird!!!
donalonsoildefonso, 02. 05. '10 21:11
Re: !!!
Es geht ja auch net darum !! is klar, dass sich die Griechische Bevölkerung aufregt !!
Es geht darum, dass Österreicht wieder ne Milliarde reinbuttert die wir selbst net haben, und unser Funanzminister behauptet, der Steuerzahler hätte dadurch keine Belastung !
Das seh ich mir aml an, spätestens in 2 Jahren werden bei uns Sprit Tabak und andere Steuern wieder drastisch erhöht werden, weil unser Budget aus allen Löchern pfeift !!
nur wer gibt uns dann eine Milliarde ???
Die Grichischen Politiker lachen sich ins Fäustel, denn die leben weiter in saus und braus, weil es Deppenstaaten wie Österreich gibt.
Knipst ihnen aus die Licher und Kali Nichta ^^
stefan1985, 03. 05. '10 23:14
Re: !!!
Glaube mir...die Spritpreise, die Tabaksteuer,...usw steigen auch OHNE diese Hilfe für die Griechen!
Überleg mal...der Sprit wird in Dollar gerechnet. Griechenland ist in der Eurozone. Schlechte Wirtschaftslage = sinkender Eurokurs. Dh der Dollar steigt gegenüber dem Euro. Somit wird der Sprit teuer!!!!
Dh tut man nix gegen die Deppen in Griechenland wird sich einiges verteuern. Ausschluss aus der Währungsunion wäre da am besten!!
Aja und ich will schon nur so nebenbei sagen dass ich absolut gegen diese Milliardenhilfe bin. Nicht dass da einer glaubt ich bin ein Befürworter ^^ im Gegenteil. Ich bin total dagegen. Ich hasse nur dass man dafür Geld hat. Aber die österr. Bürger werden nur veroascht vor einem Wahlkampf! Nach der Wahl ist alles anders...keine Steuererhöhung war das Wahlzuckerl
DKNY2009, 01. 05. '10 19:24
EU - Gleichheit für Alle!
Die griechische Bevölkerung müsste auch verstehen lernen, dass man 12 Monate im Jahr arbeiten muss und nicht nur von Juni bis Oktober (wie z.B im Tourismus) und in den restlichen 7 Monaten davon leben will.
Griechenland hat bis jetzt die EU-Wirtschaft nicht wesentlich angekurbelt und das wird sie auch nicht in der Zukunft.
DKNY2009, 01. 05. '10 19:23
Die Südliche Lebensweise ...... und wir werden ihnen helfen!
Griechenlands Politiker sind insgesamt mehr an Flugmeilen geflogen als ihre Fluglinie , die Olympic Airlines in ihrem Streckennetz insgesamt. Zum Mitagessen auf die eine Insel, zum Meeting auf die andere, auf Steuerkosten versteht sich natürlich. Eigentlich müsste die EU Griechenland ausschließen, schließlich hat Griechenland wissentlich alle ihre Bilanzen getürkt und das Geld veruntreut und das über Jahre hinweg. Macht sie aber nicht, da schon wieder Banken im Spiel sind (überwiegend Deutschland, Frankreich die sich ebenfalls noch hohe Renditen von der zukünftigen bzw. nie stattfindenden Rückzahlung Griechenlands erhoffen?) Zum Pensionsalter: warum eine Erhöhung nur auf 63,4 Jahre?
founder, 01. 05. '10 19:05
Werden Demokratien unregierbar?
Vielleicht ist uns Griechenland nur einige Jahre voraus. Was passiert wenn die nächste Ölkrise zur Massenarbeitslosigkeit in Österreich führt?

Wird es möglich sein vernünftige Maßnahmen zu treffen?
Was wird das Volk von vernünftigen Maßnahmen halten?

Wenn man den deutschen Bundestagswahlkampf 2009 ansehen mußte, keine einzige Partei traut sich ja noch den Wählern unangenehme Tatsachen zu sagen.

http://politik.pege.org/2009-d-nach/wahlkampf.htm
hary1965, 01. 05. '10 16:11
Gewerkschaften
Der Bundesheinzi mit wesendlich mehr Nichtwähler als Wähler hat verkündet, die Gewerkschaft ist der Zwilling der Demokratie. Nun zeigt die Gewerkschaft in Griechenland ihre häßlich Fratze, die Gewerkschaften sind vorkommen zu reinen Profitorganisationen die Staaten durch ihre Forderungen finanziell zerstören und rein auf den Vorteil ihres Klienteil ausgerichtet sind. Was hat das mit Demokratie zu tun??? Weiß das der Bundesheinzi oder fasselt er nur was der Tag lang ist und genau dass wo er gerade ist?
donalonsoildefonso, 01. 05. '10 15:59
war zu erwarten
die EU Staaten buttern jetzt Milliarden von unseren Steuergelden nach Griechenland und die Leute haben dort nix besseres zu tun als zu Demonstrieren und zu streiken gegen das Sparpaket !!

Aber Österreichs Politiker sind ja wieder zu blöde um die Notbremse zu ziehen und zu sagen von uns bekommt ihr aus genau dem Grunde nix !!

wozu auch !! Österreich ist ein reichesl Land bei uns braucht man ja keine Steuern zu zahlen, weil wir haben ja sooooooooo viel Überschuß im Budget !!

Schön langsam glaub ich um spitzenpolitiker zu werden muss man sich einer Gehirnamputation unterziehen !!