Tausende Griechen protestieren in Athen:
Krawalle bei Großdemo gegen Sparpläne
- Bahn und Fähren streikten gegen Sparmaßnahmen
- Abkommen Griechenlands mit EU und IWF steht

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die Sicherungen durch
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nächste Sorgenkinder
Weltuntergangsstimmung
auf iberischer Halbinsel
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Griechenlands verschont
Etwa 10.000 Griechen haben in Athen gegen das Sparprogramm ihrer Regierung protestiert. Dabei kam es vereinzelt zu Krawallen. Autonome griffen die Polizei mit Steinen und Brandflaschen an. Zu der Demonstration hatten die Gewerkschaften aufgerufen. Ministerpräsident Papandreou hatte seine Landsleute am Freitag auf Einschnitte eingestimmt, um Griechenland vor dem Bankrott zu bewahren.
Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) verhandeln derzeit mit der griechischen Regierung über Beistandskredite. Die Verhandlungen sollen heute abgeschlossen sein.
Vor allem rund um den zentralen Syntagmaplatz und um das Parlamentsgebäude kam es zu Zwischenfällen. Hier attackierten die Autonomen auch Fernsehteams und zündeten den Übertragungswagen des griechischen Fernsehens (ERT) an. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben und die Journalisten zu schützen.
Streiks gegen Sparpläne
Gleichzeitig fanden auch Streiks gegen die geplanten Sparmaßnahmen statt. Am Samstag wurden die Bahn und die Fähren bestreikt. Zudem behandelten die Ärzte in staatlichen Krankenhäuser nur Notfälle. Die Gewerkschaften wollen dann am 5. Mai das Land mit weitreichenden Streiks lahmlegen. Vom Montag an wollen die Lehrer jeden Tag vier Stunden streiken. Industrielle und Händler sind besorgt, dass diese Maßnahmen den Markt abwürgen und zu einer dramatischen Depression führen könnten.
Hilfsabkommen steht bereits
Das Abkommen über milliardenschwere Finanzhilfen für Griechenland steht. Das verlautete aus dem Finanzministerium in Athen. Das Ergebnis der Verhandlungen von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit der Regierung in Athen soll am Sonntag bekanntgegeben werden, war schon vorher erklärt worden. Die Regierung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou hat über die Maßnahmen mit Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Zentralbank (EZB) verhandelt.
Im Finanzministerium in Athen wurde am Samstagabend noch der Text des Memorandums mit den Verpflichtungen Griechenlands gegenüber IWF, EU und EZB "formuliert und niedergeschrieben", wie viele griechische Medien berichteten. Den Text soll der griechische Verfassungsprofessor und Verteidigungsminister Evangelos Venizelos zusammen mit den Experten ausgearbeitet haben.
(apa/red)
