Freitag, 30. April 2010

Griechische Rettung vor der Vollendung:
EU-Finanzminister treffen einander Sonntag

  • Internationale Hilfe soll 120 Milliarden € ausmachen
  • Papandreou: Sparen für das "Überleben der Nation"

Die Verhandlungen über milliardenschwere Finanzhilfen für Griechenland stehen offenbar kurz vor ihrem Abschluss. Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker, berief für Sonntag ein Treffen der Finanzminister der 16 Euro-Staaten ein. Nach Angaben aus Brüssel könnten die Staats- und Regierungschefs die Hilfe dann möglicherweise schon am darauffolgenden Wochenende in Kraft setzen.

Nach Angaben aus Brüssel geht es bei den Verhandlungen von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit der Regierung in Athen nur noch um Detailfragen. Bereits am Sonntag könnten die Finanzminister demnach das Hilfspaket absegnen.

Danach beginnen die nationalen Gesetzgebungsverfahren. Bis kommenden Freitag oder am Samstag könnten dann die Staats- und Regierungschefs der Eurozone grünes Licht geben, wie ein EU-Diplomat in Brüssel sagte. Der ursprüngliche Gipfeltermin für den 10. Mai sei fallengelassen worden. Die Zeit wird knapp: Am 19. Mai wird für Athen die Rückzahlung eines Neun-Milliarden-Kredits fällig.

Euro-Länder und der IWF könnten der Regierung in Athen als kurzfristige Entlastung in diesem Jahr Notkredite in Höhe von bis zu 45 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Deutschland müsste dazu bis zu 8,4 Milliarden Euro in Form von Krediten beitragen. Nach Angaben aus Athen verlangen IWF und EU im Gegenzug von Griechenland, sein Defizit von derzeit 13,6 Prozent des BIP bis Ende 2011 auf 3,6 Prozent zu senken. Dafür sollen die Gehälter im öffentlichen Dienst und die Renten gekürzt sowie die Mehrwertsteuer angehoben werden.

"Überleben der Nation"
Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou sagte, die harten Sparmaßnahmen seien für das "Überleben der Nation" unumgänglich. Die Gewerkschaften bereiteten hingegen Massenproteste für den 1. Mai sowie für Mittwoch einen Generalstreik vor.

(apa/red)

30.4.2010 20:37
brabus, 30. 04. '10 21:19
Griechenland
Kann es sein, dass die gleichen Politiker, die diesen Wahnsinn zu verantworten haben jetzt das Geld zugeteilt bekommen, anstatt sie zum Teufel zu schicken ? Diese Aktion ist die wohl schlimmste Geldvernichtung neben die der Börsenspekulanten.
Vasant, 30. 04. '10 23:27
Re: Griechenland
Da gebe ich dir recht! Und die EU bzw. die Politiker in
Brüssel sind meiner Meinung nach das ärgste Gsindl!!
Zuerst bereichern sie sich selbst und dann verteilens
wieder brav die Milliarden ... bei so einer Summe bin
ich sicher, werden wieder etliche Millionen irgendwo
verschwinden und ein paar Leute sich wieder freuen!

Das EU Prinzip geht voll auf! Von allen Ländern brav
kassieren und dann irgendwo Kanäle aufmachen und
das Geld "anlegen";)

Die Schweiz war das intelligenteste Land in Europa
und denen gehts besser als den EU Geiseln! Da hat
man uns alle schön über den Tisch gezogen!
donalonsoildefonso, 01. 05. '10 09:47
Re: Griechenland
hmm von welchem Politiker wird man net über den Tisch gezogen !! ???

Politiker is einer der ein kleines Kind am Arm hält und ihm dabei die Bonbons klaut !!^^