Sprit an Autobahnen wird zur Luxusware:
Preisdifferenz bei Tankstellen immer größer
- Durchschnittlich ist Treibstoff dort um 8 Cent teurer
- ARBÖ: Wirtschaftsminister soll Preisskandal stoppen

·Autofahrer bald die
Zapfsäule der Nation?
Mitterlehner will ab 2011
höhere Mineralölsteuer
Bei Autobahn-Tankstellen bezahlt man für Superbenzin und Diesel durchschnittlich um 8 Cent mehr als bei anderen Tankstellen. Das hat die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) aus Daten der Online-Spritpreisbörse des Autofahrerclubs ÖAMTC errechnet. Die Preisdifferenz sei in den vergangenen Jahren immer größer geworden, kritisiert der ÖAMTC in einer eigenen Aussendung. Der ARBÖ verweist darauf, den "Preisskandal" bereits vor Monaten selbst aufgedeckt zu haben und fordert den Wirtschaftsminister auf, rasch zu handeln. Seitens der BWB selbst hieß es dazu jedoch, dass mit der Feststellung der Preisdifferenz durch die BWB keine Kritik verbunden sei.
Untersucht wurden die Margen für Diesel und Superbenzin in Österreich für den Zeitraum 1.9.2004 bis 31.2.2010 für Autobahntankstellen und Tankstellen abseits der Autobahnen - wobei die Margen definiert wurden als der Netto-Verkaufspreis an den Tankstellen minus den Rotterdamer Produktpreisen. Der Durchschnittspreis an Autobahntankstellen betrug für Superbenzin 1,18 Euro pro Liter und 1,12 Euro für Diesel. Damit waren die Preise für Superbenzin und Diesel im Mittel um etwa 8 Cent höher als an Nicht-Autobahntankstellen.
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) wies zum wiederholten Male darauf hin, dass die Spritpreise in Österreich immer noch günstig seien, etwa im Vergleich mit Deutschland oder Italien. Die höheren Preise an Autobahn-Tankstellen begründete der FVMI in einer Aussendung u.a. mit höheren Errichtungskosten und längeren Öffnungszeiten dieser Tankstellen.
(apa/red)
