Griechen brennen die Sicherungen durch:
Krawalle wegen angekündigter Sparpläne
- Demonstranten wollten Finanzministerium stürmen
- Athen: Polizei löst Demonstration mit Tränengas auf
·Griechische Rettung vor der Vollendung
EU-Finanzminister treffen einander am Sonntag
·Österreich macht bis zu 2 Mrd. Euro locker
Pröll greift für Griechen tief in die Geldschatulle
·Spanien und Portugal
nächste Sorgenkinder
Weltuntergangsstimmung
auf iberischer Halbinsel
·Merkel drängt auf rasche Entscheidung
Finanzhilfe an Griechen erst nach Beratungsende
·Österreichs Banken trifft es nur am Rande
Institute bleiben von Krise
Griechenlands verschont

In Griechenland haben die angekündigten Sparpläne der Regierung zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei geführt. Rund 500 Menschen wollten das Finanzministerium in Athen stürmen. Die Polizei schritt ein und löste die Demonstration mit Einsatz von Tränengas auf. Der Protest war von der linksradikalen Partei Syriza organisiert worden.
Es habe vereinzelt Rangeleien gegeben, sagte ein Sprecher der Behörden. Die Demonstranten wurden überwiegend der linken Oppositionspartei zugerechnet. Sie trugen Spruchbänder bei sich, die gegen den Internationalen Währungsfonds (IWF) gerichtet waren.
EU und IWF verlangen von dem hoch verschuldeten Griechenland, das Haushaltsdefizit von derzeit 13,6 bis Ende 2011 auf 3,6 Prozent zu senken. Dafür sollen die Gehälter im öffentlichen Dienst und die Renten gekürzt sowie die Mehrwertsteuer angehoben werden. Die sozialistische Regierung des Landes verhandelt gegenwärtig mit IWF und EU über Bedingungen, zu denen das hochverschuldete Griechenland dringend benötigte Finanzhilfen in Milliarden-Höhe bekommen könnte. Schon in den vergangenen Tagen hatte es Proteste gegeben, weil die Bevölkerung heftige Einschnitte bei Löhnen und Renten, höhere Steuerbelastungen und andere harte Einschnitte im Sozialbereich fürchtet.
(apa/red)
