Donnerstag, 29. April 2010

Griechenland braucht dringend mehr Geld: Finanzhilfe von 135 Milliarden Euro benötigt

  • Europa und IWF signalisieren Zahlungsbereitschaft
  • "Ramschstatus": Druck auf marode Hellenen wächst

Griechenland kommt aufgrund seiner maroden Staatsfinanzen immer mehr unter Druck. Nach der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit auf Ramschstatus ist es für Athen praktisch unbezahlbar, am Finanzmarkt Kredite aufzunehmen. Als Konsequenz dürfte das von IWF und Euro-Ländern geschnürte Hilfspaket von 40 Mrd. Euro nicht ausreichen. Österreich kündigte an, bei einer Erhöhung der Hilfe mitzuziehen.

IWF und Euro-Länder wollen Athen nun mit 135 Mrd. Euro über drei Jahre unter die Arme greifen.Von dem neuen Kreditvolumen berichtete der deutsche Wirtschaftsminister Brüderle. Die jährliche Belastung für Deutschland liegt seinen Angaben zufolge bei 8,4 Milliarden Euro.

Österreich zieht mit
Finanzminister Pröll kündigte nach einem Treffen mit Banken-Vertretern an: "Wenn die Summe größer wird, wird sich auch unser Anteil erhöhen." Nach derzeitigen Vereinbarungen soll der österreichische Anteil an den Hilfsmaßnahmen bis zu 858 Mio. Euro betragen. Österreich habe für eine eventuelle Erhöhung des Hilfsprogramms bis zu 2 Mrd. Euro Kreditvolumina im Rahmen, sagte Pröll.

IWF und EZB erhöhten ihrerseits den Druck auf Griechenland. Sie forderten Athen auf, innerhalb der nächsten Tage ein Drei-Jahres-Sparpaket zu schnüren. Dessen ungeachtet verlangen IWF und EZB vom Deutschen Bundestag die rasche Freigabe der Griechenland-Hilfen. Das Vertrauen der Euro-Zone stehe auf dem Spiel und jeder Tag Verzögerung verschlechtere die Situation, sagte IWF-Chef Strauss-Kahn. Das hätte weitreichende Konsequenzen nicht nur für Griechenland.

Aus 45 werden 135 Milliarden
Bisher wollten Euro-Länder und IWF Griechenland mit 45 Mrd. Euro unter die Arme greifen. Für 10. Mai ist ein EU-Sondergipfel geplant. Neben der Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschstatus waren auch die Renditen für bereits bestehende griechische Staatsanleihen sprunghaft angestiegen, was weitere Kosten bei der Schuldentilgung verursacht.

Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands zum momentanen Zeitpunkt wird von Volkswirten heftig kritisiert. "Standard Poor's hätte gut daran getan, zu warten bis alle Fakten auf dem Tisch liegen", sagt etwa der Chefvolkswirt von HSBC Trinkaus und Burkhardt. So könne sich das Problem für Griechenland noch verschärfen, weil institutionelle Investoren wie Versicherer oder Pensionskassen Anleihen des Landes nicht mehr in ihren Depots halten dürfen.

(apa/red)

29.4.2010 12:59
witthans, 29. 04. '10 07:20
Es ist längst an der Zeit von dieser EU auszutreten....
....denn das ist jetzt die einzige Alternative. Wenn nicht jetzt, wann denn. Die Schweiz wird sich krum lachen, diesen Schwachsinn aus der Distanz zu beobachten. Wenn jetzt nicht schleunigst die Reißleine gezogen wird, werden jene Länder die jetzt Geld zuschießen als gäbe es kein Morgen, selbst zum Problemfall a la Griechenland, was dann. Wenn unser FinanzMinister nicht den Mut hat zu sagen, es ist genug, wir können selbst nicht mehr leisten, wir sollten den EU-Beitrag auf 1/3 kürzen um nicht Schaden zu nehmen, dann wird es ohnehin die EU zersprageln. Die extrem aufgeblähte Verwaltung in Brüssel müßte auf 1/3 reduziert werden und auf Videokonferenzen umgestellt werden, das würde Kosten einsparen, leider nur nicht genug. Totalreform und Entmachtung, das Gegenteil des Lisabonvertrag notwendig
founder, 29. 04. '10 06:48
Die EU ist der Ostblock von heute
Für Führungskräfte der DDR war es schon 1980 klar: schlechter werdende Wirtschaftssituation wird zum Zusammenbruch zwischen 1990 und 2000 führen.

Alles spricht dafür, erstarrte Systeme, extrem Innovationsfeindlich, Wirtschaftsdaten, die EU ist der Ostblock von heute.
http://politik.pege.org/2010/grichenland.htm
fiore696, 28. 04. '10 23:27
P.S.
Ich würde vorschlagen, dass die Politiker, die uns das 'eingebrockt haben, ebenso alle unnötigen Verwaltungs&Postenstellen und unverschämten Aufsichtsräte das benötigte Geld für die Griechen zur Verfügung stellen !!
fiore696, 28. 04. '10 23:19
Das ist doch der grösste IRRSINN......
der österreichischen Politiker! Unsere Vorahnen bzw. auch meine Eltern würden sich im Grab 'umdrehen' wie da unser 'schwerverdientes' Geld beim Fenster hinausgeschleudert wird cbzw. die Staatsverschuldung noch höher wird......zum 'grausen' ! Unsere Kleinbürger werden 'abgezockt', dass die superreichen Griechen, welche sich klugerweise das Geld schon beiseite geschafft haben, weiter in 'saus&braus' leben können. Das Geld sehen wir NIE wieder. Wo wird dieses Desaster enden.....
BadLieutenant, 28. 04. '10 23:18
Schon interessant ...
das jetzt auf einmal die Rating-Agenturen die Bösen sein sollen, weil sie die Notbremse ziehen und SOFORT die griechischen Staatsanleihen auf Ramsch-Niveau abstufen.
In der Bankenkrise waren ja genau die selben Agenturen die Bösen, weil sie angeblich ZU SPÄT die Ratings für gefährdete Banken gesenkt haben.
Wie man es also auch macht .. Standard&Poors, Moodys, ... sind also immer die Bösen? Da macht es sich die internationale Politik wohl doch etwas einfach ....
founder, 28. 04. '10 20:09
Also wenn ich mit meiner Frau und meinen 2 Kindern
zur Bank gehe und für jeden von uns 12000,-EUR Kredit haben möchte, insgesamt 48.000,-EUR, dann wird der Banker wohl fragen ob ich übergeschnappt bin.

Aufgeteilt auf 11,1 Millionen Grichen sind aber 135 Milliarden EUR genau 12000.-EUR Kredit pro Person.
donalonsoildefonso, 28. 04. '10 19:02
Feine Herren.....
... unsere Politiker !! die machen es wie die Griechen !! Sie schmeißßen das Geld mit beiden Händen beim Fenster rasu, das wir gar nicht haben. !!

Am besten ein rießen Loch graben, ALLE Politiker rein und wieder zuschütten !!!

Und genau die Herren die den größten Mist in der Politik bauen wundern sich am meisten über die niedrige Wahlbeteiligung !!
Wenn sie mal ihren Kopf benützen würden, dann würden sie draufkommen warum das so ist !!
mundl66, 28. 04. '10 18:43
Bravo
des ganze is a grichischer Skylink !
Wenn der Pröll 2 Mrd. zahlt und wir söba pfeifn ausn letztn Loch dann schreib i eam söba a Übaweisung nach Steinhof.
mfp7764, 28. 04. '10 13:20
super
das haben wir der eu zu verdanken das wir unser teures geld jetzt dort hin zahlen dürfen.aber was sind schon 80 millarden,das haben wir ja locker und der pröll holt sich die kohle ja e wieder bei uns steuerzahlern.ich sage raus aus dem eu verein wäre das beste und her mit unserem schilling wie es früher war
clsc, 28. 04. '10 11:38
wer bestimmt das rating?
wenn wir uns von manipulierenden rating agenturen abzocken lassen, sind unsere politiker selber schuld. was haben den diese argenturen für einen sinn? es ist noch kein staat pleite gegangen, wieso wird dann den griechen kein geld mehr geliehen? so wie wir jetzt erfahren, dass amerik. banken an der selbstinzinierten krise gut verdient haben, ist es jetzt bei griechenland völlig klar, die finanzwelt zockt uns steuerzahler wieder mal ab. die politik MUSS das stoppen!!!
brabus, 28. 04. '10 10:43
Griechenland
ist ein Fass ohne Boden, denn die Schuldenlast ist höher als das BIP. Was macht man mit einer Firma in diesem Zustand? Man schickt sie in den Konkurs und sperrt zu. Was macht die EU? Sie buttert fröhlich Milliarden hinein, wohl wissend, dass wir dieses Geld nie wieder sehen. Das zeigt schon die Konstellation der mitwirkenden und mitverantwortlichen Banken, die letztendlich diese Milliarden wieder kassieren. Und da die Griechen lieber streiken als ihre Schulden abzuarbeiten wird hier nur eine Loch auf - Loch zu Taktik gefahren und Zeit geschunden bis es wieder kracht, dann vielleicht zusammen mit Portugal, Spanien, Italien. Von diversen Ostländern noch keine Rede. Die Griechen sind der Anfang vom Ende dieser EU, die Geduld des Nettozahlers endet dort, wo es an seine eigene Substanz geht.
keinauto, 28. 04. '10 07:39
Griechenland
Ich bin glücklich, daß ich für Griechenland in Form von
höhreren Steuern mitzahlen darf!!
Werft solche Länder aus der EU und zwar sofort.
Erotikdienst, 28. 04. '10 09:21
Re: Griechenland
Die EU ist mehr als nur eine Wirtschaftsgemeinschaft. Sie ist ein Friedensprojekt.

Was User "keinauto" meint, ist die heikle Wirtschafts- und Währungsunion. Aber nur des Geldes wegen sollte man kein Land aus der Europäischen Union werfen.
keinauto, 28. 04. '10 09:52
Re: Griechenland
Wer an einem Friedensprojekt mitgestalten will sollte aber nicht mit falschen Zahlen jonglieren!!!!!
umaxfriend, 28. 04. '10 10:04
Re: Griechenland
Erotikdienst
Ich glaube uns ist allen klar das er die Währungsunion gemeeint hat, es gibt leider keinen mechanismus um Grichenland auszuschliesen.

Man muss sich allerdings schon fragen ob die jetzt geplante Hilfe -angesichts des offenbar von Anfang an betriebenen - "Betrugs" in bez. aufs Staatsbugett überhaupt Zielführend ist, oder ob morgen neue noch erschreckenderre Zahlen bekannt werden & Grichenland somit ein fass ohne Boden...

Im moment scheint sich in Gr. ja die Stimmung breit zu machen...uns wird das Geld nachgeschmissen, also weiter wie ghabt.
keinauto, 28. 04. '10 10:10
Re: Griechenland
Die Gefahren gehen auch von Portugal, Spanien etc.
aus. Ich frage mich wer das alles beza
keinauto, 28. 04. '10 10:11
Re: Griechenland
bezahlen soll. Das wird dann zum Super GAU!!!
mfp7764, 28. 04. '10 13:21
Re: Griechenland
Scheiss auf die ganze eu