Frisches Trainerblut für Admira und die
Vienna: Schinkels & Kühbauer übernehmen
- Schachner bei den Niederösterreichern beurlaubt
- Stöger bleibt Sportdirektor bei Wiener Traditionsclub

In der Ersten versorgen sich zwei Vereine mit frischem Trainerblut: Der als großer Titelfavorit in die Saison gestartete FC Trenkwalder Admira beurlaubt Walter "Schoko" Schachner und präsentiert den bisherigen Amateure-Trainer Dietmar Kühbauer als Nachfolger. Und die Vienna setzt im Abstiegskampf auf Frenkie Schinkels, während Ex-Coahc Peter Stöger als Sportdirektor erhalten bleibt.
"Wir haben keinen Ausweg mehr gesehen und nicht mehr geglaubt, dass 'Schoko' die Situation noch einmal wenden kann", begründete Admira-Präsident Richard Trenkwalder den Schritt.
Die Niederösterreicher (49 Punkte) liegen nach einer 3:4-Heimschlappe gegen den FC Lustenau nach 27 von 33 Runden nur auf dem dritten Tabellenplatz, hinter dem FC Wacker Innsbruck (53) und SCR Altach (52). Direkte Duelle sind keine mehr ausständig. Im Frühjahr haben die Südstädter aus neun Partien 13 Punkte geholt, für Trenkwalder war das ganz klar zu wenig. "Wir haben aus den neun Runden genauso viele Punkte geholt wie Hartberg und die packen doch kleinere Brötchen als wir", betonte der Vereins-Mäzen.
Der Vertrag von Schachner wäre im Sommer ausgelaufen, mit ihm musste auch Co-Trainer Gottfried Jantschgi gehen. Dem bisherigen Coach warf er vor, dass er die Mannschaft mit diesen Spielern nicht im Griff gehabt habe. In der kommenden Saison aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr beim Verein sind wird auch Sportdirektor Heribert Weber.
Vorschusslorbeeren für Schinkels
Der gebürtige Niederländer Frenkie Schinkels tritt in die Fußstapfen von Peter Stöger, der der Vienna aber als Sportdirektor erhalten bleibt. "Wir sind überzeugt, mit seiner Hilfe den Klassenerhalt zu schaffen. Er ist ein ausgezeichneter Trainer und Motivator", so Vienna-Präsident Dvoracek über den neuen Coach.
Der Vertrag des 47-jährigen Ex-Kärnten-Trainers gilt vorerst nur für die verbleibenden sechs Meisterschaftsspiele und eine mögliche Relegation. "Die Vienna ist ein Verein mit riesiger Tradition und es ist schön, diesen Club im bezahlten Fußball zu sehen. Ich will, dass der Verein auch nächstes Jahr in dieser Liga spielt", betonte Schinkels. Das ganze Umfeld werde versuchen, dieses Ziel zu erreichen.
Die Vienna liegt nach 27 von 33 Runden mit 27 Punkten auf dem vorletzten Platz und muss nach derzeitigem Stand in die Relegation gegen den Meister der Regionalliga West. Der Tabellenletzte Dornbirn (21) scheint als dritter Fixabsteiger neben den Amateurteams von Salzburg und der Austria festzustehen.
(apa/red)
