Dienstag, 27. April 2010

Ölkatastrophe noch immer nicht im Griff:
Nun bedroht riesiger Ölfilm Floridas Küsten

  • Bereits 4.700 Quadratkilometer großer Ölteppich
  • Täglich gelangen geschätzte 160.000 Liter Öl ins Meer

Nach dem Explosionsunglück auf einer Bohrinsel im Golf von Mexiko hat sich ein 4.700 Quadratkilometer großer Ölteppich gebildet, der die Meeresfauna im Süden der USA bedroht. Die Verschmutzung erstreckt sich auf einer 77 mal 63 Kilometer großen Fläche, wie die Behörden am Montag mitteilten. Aus den Lecks der Ölbohrplattform treten täglich 160.000 Liter Rohöl aus.

Bisher gelang es noch nicht, die beiden Lecks mit Tauchrobotern abzudichten. Bleiben diese Bemühungen weiter erfolglos, soll ein weiteres Loch gebohrt werden, um das Öl von dort abzupumpen. Dieser mühsame Prozess würde allerdings rund zwei Monate dauern.

Die Behörden befürchten, dass das Öl in drei Tagen je nach Wind und Strömung die Küsten von Louisiana bis Florida erreicht. Akut gefährdet sind die vorgelagerten Inseln der Chandeleurs, die Pelikanen und anderen Seevögeln als Brutplatz dienen. Im betroffenen Gebiet leben außerdem zahlreiche Meerestiere wie Wale, Haie und Schildkröten. Bedroht sind auch die Austern-Bänke an der Mississippi-Mündung.

Nach den heftigen Stürmen vom Wochenende ist die See im Golf von Mexiko noch zu bewegt, um mit Reinigungsarbeiten zu beginnen. Nach Angaben der Küstenwacht halten sich die Besatzungen von 32 Schiffen bereit, um die Ölpest einzudämmen, sobald der Wellengang dies zulässt.

(apa/red)

27.4.2010 09:50
brabus, 28. 04. '10 10:55
Ölpest
Den Mars wollen die Amis erobern und sind nicht fähig ein Bohrloch zu schliessen. Daran erkennt man, wie sorglos hier umgegangen wird. Wird schon nichts passieren, wozu unnötige Sicherheitsmassnahmen, die solche Eventualfälle verhindern können? Dann badet mal schön in Eurem Öl. Der Schaden an der Natur ist nicht wieder gutzumachen, aber Mutter Erde wird sich schon revanchieren ...